home Haaner Treff - Haaner Treff
09.08.2018

Europa soll in die Köpfe der Haaner finden


Annette Braun-Kohl, Meike Lukat, Cornelius Tonn (v.l.), Jörg Dürr, Martin Kurth und Jürgen Gutt (v.r.) stellten sich den Fragen von Moderator Alexander Kraft (Mi.). HT-Foto: Heinz Küpper
Politiker diskutieren am Haaner Sommer Strand über Europa und seine nahe
Zukunft.

Haan - Europa, der europäische Gedanke und die Wichtigkeit des Zusammenhalts innerhalb von Europa sind Themen, die nicht oft genug in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gerückt werden können - das finden zumindest einige Haaner Bürger, die sich genau das zum Ziel gesetzt haben.
In Zusammenarbeit mit der Europa Union Haan fand am vergangenen Sonntag, 5. August der „Europatag“, am Strand des Haaner Sommers statt.
„Ab 14 Uhr wurde es so langsam voll am Strand und um 15 Uhr waren rund 150 Europainteressierte Zeuge als der Vorsitzende des Haaner Jugendparlaments Alexander Kraft eine Podiumsdiskussion mit Annette Braun-Kohl (CDU), Meike Lukat (WLH), Cornelius Tonn (Städtisches Gymnasium Haan), Jörg Dürr (SPD), Martin Kurth (VHS Hilden/Haan) und Jürgen Gutt (Kreisverband Die Linke) eröffnete.
Kraft hatte sich exzellent auf die illustre Runde vorbereitet und drei Themenkomplexe ausgearbeitet. Es ging um Populismus in Europa, die Zukunft Europas und um Jugend in Europa.
Es entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch und auch die Zuhörer im Zelt konnten ihre Fragen stellen.
„Natürlich ist es schwierig, wenn sich Kommunalpolitiker zu europäischen Fragen äußern sollen“, sagt Mitorganisator Dirk Raabe.
Aber wichtiger sei, dass Europa, und vor allem die nahe Zukunft Europas, in den Köpfen der Menschen haften bleibt.
Zum Bedauern der Organisatoren hatten weniger junge Menschen an den Haaner Strand gefunden, als sie gehofft hatten. „Durch die Einbindung des Jugendparlaments hatten wir schon ein wenig mehr Resonanz von Jugendlichen und jungen Erwachsenen erwartet“, gibt Frank Intveen zu, der ebenfalls an der Gestaltung des Tages mitgewirkt hat.
Die Diskussion als Kernveranstaltung des Europatages in Haan wurde während des ganzen Tages umrahmt von kleinen Aktionen: Verschiedene aus den Ländern Europas stammende kulinarische Köstlichkeiten wurden gereicht - von der belgischen Waffel über spanische Tapas bis zu kroatischen Crêpes.
Kinder konnten mit Gas befüllte Luftballons, die mit einer Adresskarte versehen waren, hinaus in die europäische Ferne schicken, und wer ein wenig Losglück kombinieren konnte mit einem Europaquiz, durfte sich Hoffnung machen auf eine dreitägige Reise nach Straßburg inklusive einer Besichtigung des Europaparlamentes.
Das Organisationsteam hat sich derweil mit dem Europakenner Martin Kurth so verständigt, dass weitere Europaveranstaltungen bis zur nächsten Europawahl im Mai 2019 in Haan organisiert werden. Dabei sollen die Events sich vor allem an junge Menschen richten. „Wir müssen die Jugend mehr für das Thema interessieren“, ist sich Frank Intveen sicher.
Das genaue Konzept der Veranstaltungsreihe stehe zwar noch nicht, aber kurz vor dem Wahltermin soll Alexander Kraft, der sich bei seiner Feuertaufe als Moderator bestens empfohlen hat, erneut eine Diskussion leiten. agr
Zurück