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28.02.2018

Roxana Zambon möchte eine Stimme für die Jugendlichen in Haan sein


Roxana Zambon ist neben ihrem Ehrenamt außerdem in Sportvereinen und dem Jugendcafé der Stadt tätig. HT-Foto: Stephan Korfe
Roxana Zambon
engagiert sich im
ehrenamtlich im
Jugendparlament der Stadt.

Haan - „Nennen Sie mich bitte Roxi“, ist das erste, was die vierzehnjährige Roxana Zambon für das Gespräch klarstellt. Das sagt die junge Gymnasiastin so selbstbewusst, wie sie überhaupt während des gesamten Treffens über wirkt.
Vor zwei Jahren hingegen, als sie das erste Mal in das Jugendparlament der Stadt gewählt wurde, schien das noch etwas anders zu sein. Roxana wusste damals nicht, was ein Jugendparlament ist, und sie hatte erst recht keinen Wahlkampf gemacht. Überhaupt sei sie erst durch ihren stadtpolitisch aktiven Vater auf das Jugendparlament aufmerksam geworden.
„Und ich war damals erst zwölf und als ich dann rein gewählt wurde und Kontakt zu den Älteren hatte, war ich dann auch schon zurückhaltend“, erinnert Roxana ihre Zeit nach der ersten Wahl.
Doch in den Diskussionen habe sie schnell gemerkt, dass man sich auf Augenhöhe begegnet. Ihre Zurückhaltung wich Engagement und Diskussionsfreude. Und heute ist sie froh über ihren Schritt, sich damals zur Wahl aufgestellt zu haben.
Sie schätzt es zum Beispiel durch das Jugendparlament in Kontakt mit Schülern der anderen Schulen in Kontakt gekommen zu sein. Das habe auch ihre Wahrnehmung auf Probleme verändert. „Beispielsweise muss man natürlich beim Thema „Schulradwege“ die ganze Situation in Haan in den Blick nehmen und ist dann es hilfreich, wenn man die Beobachtungen aller Schüler hört!“
Sie hat auch festgestellt, wie wichtig der kommunikative Austausch zwischen bestimmten Gruppen ist. Beim Thema „Treffpunkte für Jugendliche“ fand sie es daher gerade wichtig, dass sich die Anwohner des Bachtals im Zuge der Diskussion um die Bachtal-Spielflächenplanung mit dem Jugendparlament als Ansprechpartner ausgetauscht haben.
Spricht man länger mit Roxana, wird deutlich, dass ihr die Arbeit im Jugendparlament dabei offenbar einen gewissen Selbstbewusstseins-, oder besser, Bewusstseinsschub gegeben hat. „Man lernt dort, zu diskutieren, man entwickelt auch eine gewisse Gruppenstärke“, sagt sie mit Blick auf die Möglichkeiten im Jugendparlament. „Wir können Impulse setzen!“ Daraus spricht heute eine wichtige Anspruchshaltung.
Roxana scheint für sich herausgefunden zu haben, was sie mit Bezug auf ihr Ehrenamt sein möchte und wo sie hinwill. Deutlich wird dies zum Beispiel anhand des Aufwands, den sie bei ihrem ersten richtigen Wahlkampf für ihre Wiederwahl im Dezember 2017 auf sich genommen hat. „Ich habe mehr als 500 Kekse gebacken!“, erklärt sie lachend. Natürlich waren diese nur als Türöffner („Keine Bestechung!“) für Gespräche gedacht und Roxana informierte natürlich über das Jugendparlament, hörte jedoch vor allem zu.
„Immer wieder habe ich die Themen „Internet in der Stadt“ und „Jugendtreffpunkte“ von meinen Mitschülern gehört“, berichtet sie. Diese Themen will sie daher im Jugendparlament auch vorantreiben. Die Jugendlichen sollen gehört werden. „Und ich will eine Stimme für die Jugendlichen sein“, erklärt sie als ihren grundsätzlichen Anspruch.
Dabei weiß sie heute auch, was funktioniert und was unrealistisch ist. Denn auch das hat sie gelernt: „Dass man eben nicht alles hinbekommt“, sagt sie im Blick auf die vergangene Parlamentsarbeit. Auch das, ein Lernprozess. Sie ist sich aber sicher, dass das Jugendparlament in den kommenden zwei Jahren viel erreichen kann. Neben ihrer Relais-Funktion möchte sie dabei auch ihre Herzensthemen wie die Umwelt- oder Flüchtlingspolitik im Rahmen der Jugendparlamentsmöglichkeiten bearbeiten. sk
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