Haaner Treff - Haaner Treff
03.01.2018

Planung soll im Frühjahr beginnen


Peter Sangermann, Leiter des Stadtplanungs- und Bauaufsichtsamtes erläutert die Entwürfe der verschiedenen Wettbewerbs-Preisträger.
Die Preisträger des städtebaulichen Wettbewerbs für die Innenstadt stehen fest.

Haan - Die Optik der Haaner Innenstadt zwischen Alter Kirchplatz im Osten, dem Schillerpark im Westen, Kaiserstraße und Dieker Straße ist in die Jahre gekommen und soll aufgewertet werden.
Dabei bildet ein Wettbewerb, den die Stadtverwaltung ausgeschrieben hatte, einen Projektbaustein des im Jahr 2015 beschlossenen integrierten Handlungskonzepts Innenstadt Haan.
Ziel des Wettbewerbs war es zum einen, alternative Ideen und Konzepte für die öffentlichen Platz- und Straßenflächen, den öffentlichen Raum und die Vernetzung der Grünflächen zu finden, um die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu stärken.
Zudem sollen die Eingänge in die Innenstadt verschönert und attraktive Plätze geschaffen werden, die dazu einladen, länger in der Stadt zu verweilen. Weiteres Ziel ist es, unter den Preisträgern einen geeigneten Auftragnehmer für die Umgestaltung der Innenstadt zu finden.
„Im vorgeschalteten Bewerbungsverfahren wurden sieben von 26 Planungsbüros, die sich beworben hatten, zur Teilnahme am Wettbewerb aufgefordert. Alle ausgewählten Teilnehmer erfüllten vergleichbare Qualifikationen, alle mussten die gestellten Anforderungen und Kriterien in gleicher Weise erfüllen“, erläutert Peter Sangermann, Leiter des Stadtplanungs- und Bauaufsichtsamtes.
Das Preisgericht, das sich aus verschiedenen Fachleuten unter anderem der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH), diverser Planungsgruppen und Haaner Politikern zusammen setzte, hat die ersten drei Plätze vergeben an: erster Preis, KRAFT.RAUM. Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung aus Krefeld; zweiter Preis, bbz landschaftsarchitekten berlin gmbh aus Berlin und dritter Preis, Bewerbergemeinschaft RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten mit De Zwarte Hond aus Bonn und Köln.
In manchen Punkten ähneln sich die Ergebnisse der Preisträger. Alle Wettbewerbsteilnehmer mussten sich beispielsweise darauf einstellen, dass die Kirmes im September Platz benötigt und so die Planungsmöglichkeiten einschränkt. Die Bebauung steht fest, was andere Planungsvoraussetzungen schafft, als die Gestaltung einer freien Fläche.
Als große Gemeinsamkeit sehen alle Entwürfe eine stärkere Bepflanzung der Rathauskurve mit Bäumen vor, die sich in der Kaiserstraße fortsetzt und einen allee-artigen Charakter schafft. Der neue Markt wird in allen Entwürfen mit Intarsien in neue Platzzonen gestaltet, was der Außengastronomie mehr Möglichkeiten verschafft.
Im Detail unterscheiden sich die Planer jedoch: Der Zweite-Preisträger sieht beispielsweise eine Verlegung der Rathauskurve in die alte Trasse vor (was von der Stadt ja schon vor einiger Zeit abschlägig entschieden wurde). Im Entwurf von Platz eins wurde der Brunnen auf dem neuen Markt Richtung geplantes Einkaufszentrum verlegt, im Entwurf von Platz zwei und drei fehlt er ganz zugunsten neuer Wasserspiele.
Auch in der Gestaltung des Schillerparks unterscheiden sich die Entwürfe, er bleibt jedoch bei allen eingebunden in die Sichtachse zum Park Ville d’Eu.
Die Parkplatzsituation ändert sich ebenfalls in allen Entwürfen, je nach Preisträger werden sie in die Rathauskurve verlegt, zwischen die geplanten Bäume oder in das Parkhaus Schillerpark, dessen Ausgänge so gestaltet werden sollen, dass man den Neuen Markt bequem erreichen kann.
Wer sich im Detail für die drei Entwürfe interessiert kann sie abrufen unter der Internet-Adresse www.wa-journal.de.
Noch im Frühjahr 2018 soll mit dem nächsten Planungsschritt begonnen werden. sus
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