Alte Kirche soll virtuell am alten Platz erscheinen – Haaner Treff

Alte Kirche soll virtuell am alten Platz erscheinen

Initiatoren suchen Spender, die rund 50 Prozent des Projekts am Alten Kirchplatz mitfinanzieren.

Haan – Das, was die Evangelische Kirchengemeinde in Zusammenarbeit mit der Stadt Haan samt des Innenstadtbüros vor hat, klingt wie eine Szene aus einem Sciencefiction-Film: Mittels QR-Code soll die alte Kirche, die 1863 abgerissen wurde, an ihrem ursprünglichen Platz vor dem heutigen Schwimmbad virtuell wieder erscheinen und sogar begehbar und dreidimensional erlebbar werden.
Der Haaner Christian Prison hat die Idee entwickelt, die Kirche mittels Augmented Reality digital zu rekonstruieren und auf dem Smartphone erlebbar zu machen. Mit im Boot ist auch der Bergische Geschichtsverein Haan, der bei der Aufarbeitung alter Dokumente behilflich sein will.
Ein derartiges Projekt kostet natürlich, und das nicht zu knapp: Rund 40.000 Euro können zu 50 Prozent über den Verfügungsfonds der Stadt Haan laufen, mit dem innerstädtische Projekte von Bund, Land und Kommune bezuschusst werden können. Die verbleibenden 20.000 Euro müssen aus privaten Mitteln gestellt werden. Und an dieser Stelle kommen alle Haanerinnen und Haaner sowie Unternehmen ins Spiel: Die Evangelische Kirchengemeinde als Antragsteller ruft dazu auf, sich über die Crowdfundig-Plattform der Volksbank Bergisches Land an dem Projekt zu beteiligen.
Dabei sind jegliche Spendensummen willkommen. „Für Spenden ab einem Mindestbetrag von 5 Euro, gibt die Volksbank noch mal 5 Euro dazu“, erklärt Frieder Angern für den Vorstand des Presbyteriums. Die Spenden fließen vollständig in das Projekt. Über den link www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/virtuelle-haaner-kirche kann sich jedermann an der Finanzierung beteiligen. Sollte die benötigte Summe nicht zustande kommen, werden die eingegangenen Spenden über die Plattform automatisch zurück überwiesen.
„Das Projekt würde für Haan ein Alleinstellungsmerkmal schaffen und die Aufenthaltsqualität am Platz verbessern“, sind sich Silke Böhm von der Stadtverwaltung und Sophie Dorner vom Innenstadtbüro sicher.
„Es ist die perfekte Verbindung zwischen Historie und modernster Technik“, sagt Frieder Angern bei der Präsentation des Vorhabens. agr