Kassian Meier erhält Lawrence-Gough-Preis – Haaner Treff

Kassian Meier erhält Lawrence-Gough-Preis

Junge Haaner Fechter erhielt den mit 500 Euro dotierten Preis des Fecht Zentrums Solingen.

Von Thomas Rademacher

Haan/Solingen – Corona war schuld, dass der Haaner Kassian Meier so lange auf seine Ehrung warten musste. Doch am Donnerstag, 19. Mai, war es im Klingenmuseum in Solingen soweit. Der 17-Jährige wurde als bester Nachwuchsfechter Solingens mit dem Lawrence-Gough-Preis ausgezeichnet.
„Ich freue mich wirklich riesig darüber“, sagt der Sportler und fügt mit Blick auf seinen Trainer leicht scherzhaft an: „Falk Spautz ist manchmal etwas sparsam mit Komplimenten. Da ist es ein tolles Gefühl, wenn man diese Anerkennung von außen bekommt.“
Eigentlich hätte der Preis bereits viel früher verliehen werden wollen. Nachdem Lisa Marie Löhr, ebenfalls eine Haanerin, den Preis 2019 erhalten hatte, ergab sich durch die Pandemie allerdings nie ein würdiger Rahmen. Durch die begonnene Kooperation des Fechtzentrums (FZ) mit dem Klingenmuseum hat sich dies nun geändert. In Erinnerung an den Wahl-Solinger Lawrence Gough, der bis zu seinem Tod 2016 eine Sprachschule betrieb, wurde der Preis zum vierten Mal verliehen. Neben einer Trophäe erhält der Gewinner eine Prämie in Höhe von 500 Euro, die sie zweckgebunden zur Ausübung ihres Sports einsetzen dürfen.
„Im Fechten ist das Geld schnell ausgegeben“, sagt FZ-Vorsitzender Daniel Certa und verweist auf das Material, das einen hohen Verschleiß hat.
Die Leistung, mit der Meier die Jury überzeugt hat, liegt bereits eine Weile zurück. In der Saison 2019/20 gewann der Haaner, der die Friedrich-Albert-Lange-Schule besucht, ein internationales Turnier in Heidenheim, das ihm die EM-Teilnahme bescherte. „Das war auch mein größter Erfolg“, sagt Meier, der an das Großereignis jedoch keine so guten Erinnerungen hat. „Da war ich leider krank.“
Trainer Falk Spautz blickt zurück: „Als er sich damals im Flieger neben mich gesetzt hat, wusste ich schon, dass es ein harter Gang sein würde. Wenn er sich so gefühlt hat wie ich mich nach der Ansteckung ein paar Tage später, bin ich erstaunt, dass er es überhaupt auf die Planche geschafft hat.“