Erfolgsgeschichte geht auf 21 Pfählen weiter – Haaner Treff

Erfolgsgeschichte geht auf 21 Pfählen weiter

Anfang April hat die Firma Wendling Elektronik ein neues Gebäude an der Landstraße bezogen.¶

Haan – „Bis auf vier Wochen haben wir mit dem Bau des neuen Gebäudes eine Punktlandung hingelegt“, sagt Guido Wendling, einer von drei Geschäftsführern der Firma Wendling Elektronik, die am 1. April die Produktion an der Landstraße aufgenommen hat. Das Unternehmen entwickelt und produziert elektronische Baugruppen für Auftraggeber aus dem Maschinenbau, der Elektroindustrie, und weiteren industriellen Branchen.
Im September 2020 haben Guido Wendling, sein Bruder Daniel und Vater und Firmengründer Friedhelm das Grundstück auf einer ehemaligen Mülldeponie und dem späteren Standort der Haaner Salzlagerhalle gekauft und mit der Planung des Neubaus begonnen. Ein nicht ganz unproblematisches Unterfangen aufgrund der Vorgeschichte des Geländes.
Entstanden ist ein Pfahlbau – 21 Säulen tragen das Gebäude im Fundament – mit einer Gasdrainage für die Abdichtung zur ehemaligen Deponie.
13 Mitarbeiter sind dort nun tätig, und sie kommen in den Genuss eines sich energetisch auf dem neuesten Stand der Technik befindlichen Produktionsstandorts: auf dem Dach befinden sich Solarmodule und drei Wärmepumpen sorgen für das nötige Raumklima und die Temperatur. Geplant sind noch Speicherakkus und Ladesäulen für E-Autos. 500 kWp werden derzeit über die Solaranlage produziert.
Dass die Punktlandung gelingen konnte, war auch ein bisschen Glück, gibt Guido Wendling zu. Mittlerweile haben sich die Rahmenbedingungen für Bauvorhaben erheblich verschlechtert – angefangen vom Material bis hin zur Verfügbarkeit von Handwerkern.
Was heute im wahrsten Sinne des Wortes „glänzend“ da steht, begann in einer Garage in Haan, 1992 kam eine zweite dazu und so entwickelte sich das Unternehmen immer weiter. Firmengründer Friedhelm Wendling – mittlerweile 88 Jahre alt – tüftelt auch heute noch gerne an der Umsetzung neuer Ideen herum. Auch vor dem Layout von Leiterbahnen und Programmierungen scheut der Seniorchef nicht zurück. Schließlich hat er sich fast sein ganzes Leben lang damit beschäftigt. Gleichwohl er die Aufgabenfelder, mit denen seine Söhne heute konfrontiert werden, als große Herausforderung sieht. „Die Veränderungen und Neuerungen, aber auch die Anforderungen kommen in immer schnelleren Abständen. Im Prinzip ist es ein ständiges Dazulernen“, sagt Friedhelm Wendling, der deshalb sehr froh ist, dass die Computerspezialisten in seinem Unternehmen diese Herausforderungen gerne annehmen.
Und so ist die Erfolgsgeschichte des Unternehmens kein Produkt des Zufalls und die ständige Expansion ein Resultat der Innovationsbereitschaft. Das gilt auch für das neue Gebäude an der Landstraße, dessen Bezug dringend nötig war. „An der Kölner Straße war es uns auf jeden Fall zu klein geworden im Laufe der Zeit“, erklärt Daniel Wendling, der ebenso wie sein Bruder und sein Vater sehr froh ist, diesen Schritt gewagt zu haben.