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09.10.2019

Wibbelrather Weg: Haan wartet auf Bezirksregierung


Gibt es keine Einigung mit Wuppertal, wird der auf der Stadtgrenze verlaufende Wibbelrather Weg am Ortseingangsschild durch einen dritten Poller gesperrt. HT-Foto: Knut Reiffert
Schlichtungsgespräch soll Streit mit Wuppertal ein Ende setzen.

Haan – Zwei Poller stehen schon auf dem gerade noch zu Haan gehörenden Abschnitt des Wibbelrather Wegs – kurv bevor er vom Panoramaradweg gekreuzt wird. Ob der dritte, der die Durchfahrt der schmalen Anliegerstraße für Kraftfahrzeuge endgültig unmöglich machen würde, je kommt, ist weiter fraglich.
Haans Bürgermeisterin Dr. Bettina Warnecke wartet noch immer auf eine Antwort von der Bezirksregierung Düsseldorf auf ihren Brief vom 4. September. Darin hatte sie Regierungspräsidentin Brigitte Radermacher – von 2010 bis 2017 Polizeipräsidentin in Wuppertal – ihre Bereitschaft erklärt, an einem Schlichtungsgespräch mit Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke teilzunehmen.
Der hatte sich wegen der angekündigten Sperrung bereits am 31. Juli an die Regierungspräsidentin gewandt: „Da alle Versuche, eine einvernehmliche Lösung zu finden, gescheitert sind, halte ich eine Klärung durch die Aufsichtsbehörde für notwendig“, schreibt Mucke. Sein wichtigstes Argument gegen die Sperrung ist der etwa zwei Kilometer lange Umweg, den die Anwohner der angrenzenden Wuppertaler Wohngebiete Scottweg und Kinderbusch auf dem Weg zur B 228 und zur A 46 nehmen müssten, wenn der dritte Poller installiert würde.

Warnecke kontert Mucke wegen
Feuerwehreinsätzen


Warnecke hält ihm entgegen, dass auf der Tempo-30-Straße mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit gefahren würde, „was in der Folge zu gefährlichen Situationen führt.“
Und weiter: „Den Wibbelrather Weg zusätzlich belasten wird das geplante Baugebiet auf Wuppertaler Seite. Die verkehrliche Situation wird sich durch die über 100 geplanten Wohneinheiten verschlechtern.“
Die Haaner Bürgermeisterin stellt auch klar, dass ihre Verwaltung den Ausbau der Straße favorisiere. Dadurch könnten Fußgänger und Radfahrer von Autos getrennt werden. Problem: Die Erweiterung ist wegen der vorhandenen Bebauung allerdings nur auf dem unmittelbar an den Wibbelrather Weg angrenzendem Wuppertaler Gebiet möglich.
Die von Seiten der Nachbarstadt angebotenen Alternativen zur Verkehrsberuhigung würden aus Sicht der Haaner nicht zu einer Entlastung des Wibbelrather Weges führen.
Zwei weiteren von Mucke im Brief an die Regierungspräsidentin genannten Argumenten gegen die Sperrung widerspricht Warnecke konkret. Entgegen der Wuppertaler Darstellung sei die Einsatzlage für die Feuerwehr nicht ungeklärt. „Die Straßensperrung erfolgt mit abschließbaren Pollern“, berichtet die Haanerin. „Das ist sowohl mit der Haaner als auch mit der Wuppertaler Feuerwehr abgestimmt.“
Für nicht aussagekräftig hält Warnecke auch das Ergebnis geheimer Geschwindigkeitsmessungen der Stadt Wuppertal. Das soll belegen, dass im besagten Bereich überhaupt nicht zu schnell gefahren werde. „Die verdeckte Geschwindigkeitsmessung erfolgte während einer Zeitspanne, in der auf dem Wibbelrather Weg eine Baustelle eingerichtet war“, stellt Warnecke klar. Auch sei das Messgerät an einer Stelle installiert gewesen, an der wegen einer rechts vor links geregelten Einmündung ohnehin abgebremst werde. ff
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