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02.10.2019

Evangelische Kirchengemeinde gibt weitere Kita-Trägerschaft ab


Nach der Kita Kurze Straße soll nun auch die Trägerschaft für die Kita Nachbarsberg (Foto) und Am Park wechseln. HT-Foto: Evangelische Kirchengemeinde
Die Kitas „Am Park“ und „Nachbarsberg“ sollen von der Graf Recke Stiftung getragen werden.

Haan - Erst im Sommer hatte der Rat der Stadt Haan beschlossen, die Trägerschaft für die Kita Kurze Straße von der evangelischen Kirchengemeinde übernommen. Nun hat das Presbyterium beschlossen, auch die beiden anderen Kindertagesstätten der Kirchengemeinde in eine andere Trägerschaft zu übergeben. Die Graf Recke Stiftung soll die Verantwortung möglichst zum 1. August 2020 übernehmen.

Anforderungen an Kita sind mit Ehrenamt nicht zu leisten


„Das Presbyterium der Kirchengemeinde hat sich seit mehreren Monaten mit der Zukunft der Kindertagesstätten beschäftigt“, erklärt Pfarrerin Gabriele Gummel, die dem Presbyterium vorsteht.
Auf seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch, 25. September, habe sich das Gremium für die Graf Recke Stiftung entschieden. Deren Angebot habe als Gesamtpaket mit Blick auf die Leitung des Bereichs „Kita“ und mit Blick auf die Finanzen überzeugt.
„Das ist für die Kirchengemeinde wichtig, da sie weiterhin den Trägeranteil zahlt und für die Gebäudeunterhaltung zuständig ist“, erklärt Gummel. Die verantwortlichen Verhandlungspartner der Kirchengemeinde Haan würden ab sofort die Verhandlungen mit der Graf Recke Stiftung aufnehmen, um entsprechende Verträge abzuschließen.
Die Graf Recke Stiftung ist eine evangelische Stiftung mit Sitz in Düsseldorf, die bereits Erfahrungen mit der Übernahme und dem Management von Kindertageseinrichtungen hat. Damit bleiben beide Kindertagesstätten auch weiterhin evangelische Einrichtungen.
Die Religionspädagogik und die „Betreuung im Sinne des christlichen Glaubens“ würden durch die Kirchengemeinde Haan mit ihrer Pfarrerin und ihren Pfarrern sichergestellt, erklärt das Presbyterium.
Bisher werden die Kitas ehrenamtlich von Dr. Reinhard Pech als Vorsitzendem des Ausschusses für die Kindertagesstätten gemanagt.
In den vergangenen Jahren sind jedoch die Anforderungen an die Steuerung der Kindertagesstätten durch immer neue Gesetze, Verordnungen und Auflagen in Bezug zu Finanzen, Personal, Gebäudeanforderungen und die Qualität der pädagogischen Arbeit kontinuierlich größer geworden.
„Deshalb kann diese Aufgabe in Zukunft nicht mehr verlässlich durch ehrenamtliche Kräfte geleistet werden“, sagt Pfarrerin Gabriele Gummel.
Eine Professionalisierung im Management der Kitas, um die Verantwortung auf hauptamtliche Schultern zu legen, sei erforderlich.
„Ich bin sehr traurig, dass wir aufgrund der steigenden gesetzlichen Anforderungen unsere Kindertagesstätten nicht mehr selbst steuern können“, beteuert Gummel, die als Pfarrerin für eine der Kitas der Kirchengemeinde zuständig ist.
Sie fügt hinzu: „Das Miteinander mit den Kindern, den Eltern und den Mitarbeiterinnen ist meinen Pfarrkollegen und mir sehr wichtig. Es gibt nichts Schöneres, als den Tag mit den Kindern im Stuhlkreis bei einer biblischen Geschichte zu beginnen“.
Dies werde sich auch bei dem neuen Träger nicht ändern.“ red

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