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15.05.2019

Endspurt an der Anschlussstelle


Thorsten Fischer ist als Projektleiter bei der Stadt Haan für die Erweiterung der A 46-Anschlussstelle verantwortlich. Er freut sich über den bisher ausgesprochen reibungslosen Verlauf der Arbeiten.
Rund sechs Wochen eher als geplant werden in Haan-Ost die Verbindungen
zur A 46 fertig.

Haan – Die beste Nachricht zuerst: Als die Stadt Haan am 18. Juli 2018 im Auftrag des Landesbetriebs Straßen NRW mit der Ausführung der Ertüchtigung der Anschlussstelle Haan-Ost begann, war deren Abschluss für Ende August 2019 veranschlagt. „Wenn jetzt nicht noch etwas Unvorhergesehenes geschieht, werden wir Anfang bis Mitte Juli fertig“, ist Thorsten Fischer optimistisch. Er ist bei der Stadt Haan für die Arbeiten an den stark frequentierten Auf- und Abfahrten zuständig. „Dass alles so reibungslos läuft, überrascht mich selbst ein bisschen“, gibt er zu. Das sei aber auch ein Verdienst der guten Planung durch seinen Kollegen Klaus-Jürgen Bittermann. Bis zum Finale ist an der sogenannten Südrampe (südlich der A 46) noch Folgendes zu tun:

AUFFAHRT IN RICHTUNG WUPPERTAL Hier müssen vor allem noch die neue Rechtsabbieger-spur für Autos aus Richtung Solingen und die verlängerte zweite Spur in der Auffahrt selbst erstellt werden. „Die Fahrbahndecke soll in der 22. Kalenderwoche aufgetragen werden“, berichtet Fischer. Konkret sind dafür der 27. bis 29. Mai vorgesehen. „Dabei kommen wir aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Vollsperrung herum.“
Neben aufwendigeren Verkehrssicherungsmaßnahmen und verschärften Arbeitsschutzregelungen sind die Arbeiten an der L 357 aus Richtung Solingen ein Grund, warum sich das Projekt seit Baubeginn von 3,4 auf 3,7 Millionen Euro verteuert hat. Ursprünglich sollte in diesem Bereich nur die Fahrbahndecke erneuert werden. Dann stellte sich jedoch heraus, dass auch der Untergrund marode ist und ausgetauscht werden muss. „Alles in allem hält sich die Kostensteigerung im Vergleich zu ähnlichen Baustellen aber sehr in Grenzen“, stellt Thorsten Fischer fest. Zahlen müssen der Bund, das Land und Haan. Als Anrainer der L 357 ist die Stadt mit rund 500 000 Euro dabei.

ABFAHRT AUS RICHTUNG DÜSSELDORF Von knapp 7 auf 14 Meter verbreitert wird die Abfahrt für Fahrzeuge, die aus Richtung Düsseldorf kommen. Stießen früher lediglich eine Linksabbiegerspur und eine kombinierte Rechtsabbieger- und Geradeausspur auf die Gräfrather Straße (L 357), so sind das künftig zwei Linksabbiegerspuren (Richtung Solingen), eine Geradeausspur (auf die Landstraße) und eine unbeampelte Rechtsabbiegerspur zur Polnischen Mütze. „Hier wird es beim Auftragen der Fahrbahndecke allerdings noch einmal eine Vollsperrung geben“, warnt Fischer schon einmal vor. Geplant ist, dass von Montag, 1. Juli, bis Freitag, 5. Juli, keine vom Hildener Kreuz kommenden Autos in Haan-Ost abfahren können. „Die Umleitung erfolgt dann wie bei der Sperrung der Nordrampe über Haan-West“, erläutert der Projektleiter und stellt auf Nachfrage klar, dass an der zweiten Ausfahrt im Stadtgebiet keine Ertüchtigung geplant ist. In Haan-Ost stehen nach der Freigabe am 5. Juli noch Markierungs-, und Aufräumarbeiten an.

AMPELPROBLEMATIK Bis zur Fertigstellung der Abfahrt aus Richtung Düsseldorf müssen die Fahrer, die vom Gewerbegebiet Haan-Ost auf die A 46 in Fahrtrichtung Wuppertal oder aber über die L 357 nach Solingen-Gräfrath – gilt auch in umgekehrter Richtung – wollen, noch mit Staus rechnen. Grund: Den Fahrzeugen, die von der A 46 abfahren, muss Vorrang eingeräumt werden. „Das ist Vorgabe von Straßen NRW und der Autobahnpolizei“, erklärt Thorsten Fischer. „Da haben wir überhaupt keinen Handlungsspielraum.“
Dementsprechend wird die Grünphase der von der Autobahn abfahrenden Fahrzeuge mit Hilfe eines Sensors automatisch verlängert, wenn sich vor der Ampel am Ausfahrtende eine Schlange bildet. Bis zu 40 Sekunden kann so eine Phase dauern, mit der ein Rückstau auf die A 46 verhindert werden soll. Im Gegenzug werden die Grünphasen für die Fahrzeuge, die von der Landstraße oder aus Solingen kommen, mitunter drastisch reduziert. Was wiederum zu besagten Staus führt. „Aber ein Ende ist ja absehbar“, hofft Fischer auf Verständnis für die Regelung, die er aufgrund der auf der Autobahn gefahrenen Geschwindigkeiten absolut nachvollziehen kann.
Dass die Gesamtmaßnahme, zu der auch neue Ampeln und Kanäle gehören, ein Erfolg wird, sieht er jetzt schon an der bereits fertiggestellten Nordrampe: „Wenn wir fertig sind, geht es wesentlich schneller auf die A 46 rauf und auch wieder runter.“ ff

TIPP

SCHLEICHWEG Für Haaner Pendler, die auf die A 46 Richtung Wuppertal auffahren oder über die L 357 nach Solingen-Gräfrath wollen, ist vor allem der lange Stau auf der Landstraße ein Ärgernis. Zu den Hauptverkehrszeiten kann er durchaus bis zum Kreisverkehr vor Ostermann zurückreichen. Hier lohnt sich der Umweg über die Polnische Mütze. Grund: An der Kreuzung vor der Auffahrt nach Wuppertal genießt auch diese Verkehrbeziehung bei der Ampelschaltung Vorrang, weil über sie die meisten Autos unterwegs sind, die aus Wuppertal kommend von der A 46 abfahren. Und auch für sie gilt: Ein Rückstau auf der Autobahn muss unbedingt vermieden werden.

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