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08.05.2019

Gruitener feiern Eröffnung des Supermarktes


Bürgermeisterin Dr. Bettina Warnecke (2.v.l.), Swantje Hambloch und Mark Krämer (r. beide Stadt-Sparkasse Haan) gratulierten Christopher Bartels (l.) und Jan Loss (M.) zur Eröffnung des Supermarkte
Seit Dienstag, 7. Mai, haben die Gruitener einen neuen Nahversorger im Ort.

Gruiten - Ein spannendes Vierteljahr liegt hinter den beiden Unternehmern Jan Loss und Christopher Bartels, seit sie Ende Januar verkündet hatten, dass sie in Gruiten am alten Standort des Edeka-Ladens ein neues Angebot in der Nahversorgung schaffen wollen.
Vielen Gruitenern mag ein Stein vom Herzen gefallen sein und einige von ihnen werden es kaum haben abwarten können, bis der neue Supermarkt „supernah“ endlich seine Türen für die Kunden öffnet.
Bevor es so weit war, musste viel Arbeit, Schweiß und vor allem Herzblut in das Projekt an der Thunbuschstraße 9 gesteckt werden - und auch eine gute Summe Geld. Bartels und Loss sprechen von einer sechsstelligen Summe im niedrigeren Bereich, den sie vor allem in Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen gesteckt haben. „Viel Aufmerksamkeit haben wir der energetischen Sanierung gewidmet“, erklären die beiden Supermarktbetreiber. Die Dämmung sei verbessert, die Beleuchtung durch effizientere LED-Lampen ersetzt und die Kühlgeräte gegen effizientere ausgetauscht worden. Zudem beziehe man Ökostrom.
War es denn ein Umbau so ganz ohne Überraschungen? Nur beinahe, denn am Dach hätten sich Schäden herausgestellt, und auch, dass einige Wände nass gewesen seien, hätten die beiden Bauherren erst gesehen, als alle alten Regale abgebaut gewesen waren.
„Durch die Trockenbauarbeiten haben wir eine Verzögerung von rund drei Wochen hinnehmen müssen“, sagt Christopher Bartels. Damit sei der Puffer, der wohlweißlich eingeplant gewesen war, gänzlich verbraucht gewesen. Ab jetzt sollte möglichst keine weitere Überraschung mehr folgen, wenn denn der geplante Eröffnungstermin am 7. Mai eingehalten werden sollte.
Am Vortag des Eröffnungstermins wuselte es an allen Ecken und Enden im Ladenlokal an der Thunbuschstraße. Die elektronische Schiebetür schien noch ein Eigenleben zu haben und überall wurde Ware in die Regale geräumt, um am nächsten morgen ab 9 Uhr für die ersten Kunden des supernah vorbereitet zu sein.
Nun: Es hat funktioniert! Pünktlich um 9 Uhr öffnete sich die - vorher etwas widerspenstige - Schiebetür am Dienstag, 7. Mai, und Christopher Bartels und Jan Loss sowie ihre rund 20 Mitarbeiter konnten die ersten Kunden des neuen Supermarktes in Gruiten begrüßen.
Unter ihnen war Haan erste Bürgerin Bettina Warnecke ebenso wie Sparkassenvorstand Mark Krämer. Und viele, viele Gruitener, die sich über das Angebot informieren wollten und gleich einen ersten Einkauf tätigten.
Auf 550 Quadratmetern Verkaufsfläche bieten Bartels und Loss 8.000 Artikel des täglichen Bedarfs an. Besonders stolz sind sie, dass unter den Produzenten derzeit fünf sind, die Obst, Gemüse und Eier aus der Region liefern. „Tendenz steigend“, sagt Christopher Bartels, denn das Sortiment soll insgesamt noch regionaler und umweltbewusster werden.
„Wir verwenden so gut wie keine Plastikverpackungen, sondern benutzen recycelbares oder kompostierbares Verpackungsmaterial überall dort, wo es sich einsetzen lässt. „Einige Artikel bietet die Industrie aber leider noch nicht plastikfrei an, aber das wird sicher noch werden“, erklären die Betreiber des supernah.
Überhaupt setzen die beiden darauf, dass das Sortiment „noch atmen“ werde. Es sei „erst der Beginn einer Reise“, denn einen ganz entscheidenden Einfluss haben die Gruitener auf das Sortiment des neuen Supermarktes.
„Wir freuen uns sehr, dass wir im Bereich der Bio-Ware nun auch Babynahrung anbieten können. Und wenn die Gruitener Wünsche äußern, werden wir versuchen, diese zu berücksichtigen“. Eine Lieblingsmarmelade der Kunden sei immer zu beschaffen.
Aus diesem Grunde sind die Mitarbeiter des supernah in den nächsten Wochen auch mit Kugelschreiber und Papier „bewaffnet“. Sie sollen Kundenwünsche notieren.
Zeit und Geld haben Bartels und Loss in den vergangenen Monaten investiert - dazu gehört auch Risikobereitschaft. „Ja“, sagt Jan Loss, „es gehört Spinnerei dazu, aber wir verlassen uns auf die Gruitener, dass sie unsere Bereitschaft zum Risiko durch ihren Einkauf bei uns belohnen werden“. Und Christopher Bartels ergänzt: „Wichtiger als Investitionssummen ist die Kundenzufriedenheit, und dafür sollen unsere Mitarbeiter sorgen“.
Dass sich die beiden Unternehmer ganz an den Kundenwünschen orientieren, hatten sie im Vorfeld durch eine Online-Kundenbefragung und durch ein Treffen mit den Gruitenern, dass der Bürger- und Verkehrsverein organisiert hatte, bereits unter Beweis gestellt.
Direkte Auswirkung dieser Kommunikation: Der Bio-Fokus des Sortiments war vom Kunden gewünscht und auch die derzeitigen Öffnungszeiten beruhen auf den Wünschen der Kunden. Supernah hat geöffnet von montags bis freitags von 7.30 bis 20 Uhr und samstags von 7.30 bis 16 Uhr. agr
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