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06.02.2019

Köteroase bringt Entspannung für Hunde


Mit einem Schild, das die Mitglieder des Vereins am vergangenen Samstag bei Glühwein, Tee und Bier in die Erde gruben, wird der Bereich der Köteroase markiert. HT-Foto: Antje Götze-Römer
Mit heißen und kalten Getränken hat der Verein Kötergedöns im Schillerpark einen Parcours eröffnet.

Haan - „Das kleine Areal soll ein Ort der Ruhe und Entspannung mit und für Hunde sein“, erklärt die Vorsitzende des Vereins „Kötergedöns“ bei der offiziellen Eröffnung eines Parcours im Schillerpark. Etwa 25 Mitglieder des Vereins waren erschienen, einige mit ihren Hunden. Katja Seidel legt Wert auf die Feststellung, dass es sich bei der „Köteroase“ nicht um eine Freilauffläche handelt, sondern die Tiere sollen an der Leine über die Baumstämme balancieren oder einen Slalom absolvieren. Das sei gut für alte, kranke oder unsichere Hunde, aber auch für gesunde und junge, um die Koordination zu schulen.
„Der Parcours besteht aus verschiedenen Hindernissen und ist ganz individuell und flexibel auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmt. Er kommt dem natürlichen Beschäftigungsbedürfnis der Hunde entgegen und beinhaltet eine Vielzahl an Übungen, die das Gleichgewicht sowie das Selbstbewusstsein, die Koordination, den Muskelaufbau und die Konzentrationsfähigkeit fördern. Durch die Übungen lernt der Hund wieder zuzuhören, zu beobachten und auf die Signale von Herrchen und Frauchen zu achten. Der Halter wiederum lernt seinen Liebling besser kennen und wird die Körpersprache seines Hundes mit der Zeit besser deuten und verstehen können“, sagen die Vereinsmitglieder.
Gemeinsame Aktivitäten würden die Bindung fördern und das gemeinsame Geschaffte gäbe dem Hund ein neues Selbstbewusstsein.
Den gesundheitsfördernden Aspekt betont auch die Tierphysiotherapeutin Anke Petri: „Gesunde Hunde können sich in dem Parcours beschäftigen und ausprobieren. Die Übungen helfen beispielsweise beim Muskelaufbau“. Die Motorik des Hundes werde verbessert und daraus ergibt sich ein gutes Körpergefühl. Der Stressabbau werde ebenfalls gefördert. Darum sei es ratsam die Stationen des Parcours gezielt anzusteuern und einzusetzen.
Und darum will der Verein in Kürze auch Workshops anbieten, die Hundebesitzer in das Angebot im Schillerpark einweisen und anleiten. Zudem sind Erste-Hilfe-Kurse in Planung. Und Katja Seidel betont: „Dass sich die Besitzer um die Hinterlassenschaften der Hunde kümmern, versteht sich von selbst“.
Alles in allem soll die Köteroase aber in erster Linie ein Ort für Spaß und Spannung sein. Derzeit findet sich auf der Internetseite des Vereins „www.koetergedoens.de“ eine Anleitung für die Benutzung der Köteroase.
Dort ist auch nachzulesen, was denn der eigentliche Vereinszweck von Kötergedöns ist: der Schutz von hilfsbedürftige Tieren. „Wir sind kein Tierschutzverein der Tiere vermittelt, sondern pflegen und fördern den Tierschutzgedanken“. Dazu werden beispielsweise Ausflüge organisiert oder das Hundeschwimmen nach Saisonende im Freibad Ittertal.
„Das Hundeschwimmen hat sich inzwischen zu einem kleinen gemütlichen Treff entwickelt“, sagt Katja Seidel. Sie und die 30 Mitglieder des Vereins hoffen, dass sich auch die Köteroase zu einem beliebten Treffpunkt der Haaner entwickeln wird. agr
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