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06.02.2019

Das Kirche(nkino) bleibt im Dorf


Jürgen Philippen, Thomas Berthold, Klaus Nilgen und Hans-Martin Huland bilden das neue Team des ökumenischen Kirchenkinos. HT-Foto: Antje Götze-Römer
Ein neues Team kümmert sich seit Januar darum, dass das Kirchenkino gute Filme zeigt.

Haan - Mehr als 10 Jahre lang hat sich Leo Pöpsel mit einem Helferteam um hochwertige Filme bemüht, die er alle vier Wochen am ersten Freitag im Monat im „Ökumenischen Kirchenkino“ im Gemeindehaus der evangelischen Kirche an der Flemingstraße gezeigt hat. Im Dezember 2018 hat er dies zum letzten Mal getan und auch entsprechend angekündigt, so dass die Gemeinde Zeit hatte, sich um die Nachfolge des Kirchenkinos zu kümmern. Und auch um deren Weiterführung, denn ähnliche Angebote sind in anderen Gemeinden schon an der Nachfolgerfrage gescheitert.
Seit Januar nun zeichnen Thomas Berthold, Hans-Martin Huland, Klaus Nilgen und Jürgen Philippen dafür verantwortlich, dass das Kirchenkino im Dorf bleibt - in Anlehnung an einen der Filme, die in den nächsten Monaten an der Flemingstraße zu sehen sein werden (5. Juli: Die Kirche bleibt im Dorf).
Die Filme kommen aus der Mediathek des Erzbistums Köln. Etwa 1.000 Titel umfasst die Sammlung und sie wird ständig erweitert. Es handelt sich ausschließlich um Qualitätsfilme, zwischen Drama und Komödie und Dokumentation ist alles erhältlich - gegen eine Jahresgebühr von 25 Euro.
Die investiert das neue Team des Ökumenischen Kirchenkinos gerne und hat aus dem umfangreichen Angebot zunächst ein Halbjahresprogramm zusammen gestellt. Im Januar lief das Drama „Ein Dorf sieht schwarz“, am 1. Februar der Film „Frantz“, ebenfalls ein Drama.
„Wir bemühen uns aber alle Genres zu bedienen“, sagt Thomas Berthold, der im neuen Team für die Technik zuständig ist und zunächst einmal einen neuen Beamer und ein paar neue Lautsprecher für das Kirchenkino angeschafft hat. Finanziert wurden die Neuanschaffungen durch Spenden der Kinobesucher, denn das Angebot ist kostenfrei. Und nach dem Filmgenuss gibt es sogar noch ein Glas Wein oder Wasser und ein gutes Gespräch - auch das zum Nulltarif.
45 Filmfreunde haben im Januar „Ein Dorf sieht schwarz“ gesehen. Platz wäre in den Räumen an der Flemingstraße aber sogar für rund 70 Personen.
„Das Kirchenkino bietet ein ortsnahes und unkompliziertes Angebot“, sagt Pfarrerin Gabriele Gummel, die froh ist, dass die vier filmbegeisterten Männer nun um die Weiterführung kümmern.
Als nächstes steht am Freitag, 1. März, um 19.30 Uhr die schwedische Tragikomödie „Ein Mann namens Ove“ auf dem Programm, im April wird die Dokumentation „Als Paul über das Meer kam“ gezeigt. Es folgen „Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen“ (Mai), „Midnight in Paris“ (Juni) und eben „Die Kirche bleibt im Dorf“ im Juli. agr
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