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27.12.2018

Vor 40 Jahren: SSVg steigt auf


Nachdem sich der erfolgreiche Spieler Trainer Karl-Heinz Döller der SSVg 06 Haan im Fußball zur Ruhe gesetzt hat, steht Fitness trotzdem täglich auf seinem Programm. HT-Foto: Sylke Jacobs
Der damalige Spielertrainer „Kalla“ Döller blickt auf das Meisterschaftsspiel im Jahr 1978 zurück.

Haan – Drei Spieltage vor Ende der Saison 1978 begann für die SSVg 06 Haan noch einmal das „große Zittern“. Nachdem das Team am vorangegangenen Spieltag eine 0:1 Niederlage gegen Langenfeld kassiert hatte, durfte die Haaner Elf unter Trainer Karl-Heinz Döller dann einen Sieg gegen den VfL Witzhelden feiern.
Bereits in der 15. Spielminute nutzte Michael Grewen seine erste Chance gegen Witzhelden und traf zum 1:0. Bis zur 50. Spielminute ließ der Anschlusstreffer auf sich warten, dann erzielte Dietmar Klotz das 2:0.
Trotz großer Offensivbemühungen kamen die Witzheldener nicht mehr zum Zug. Spielertrainer Karl-Heinz Döller netzte das Rund zum 3:0 ein. Kurz vor Schluss nutzte abermals Klotz eine hochkarätige Tormöglichkeit und schoss die Haaner mit dem 4:0 Sieg in den „Meisterwahnsinn“. 500 Zuschauer hatten das Spiel verfolgt, und jetzt war die SSVg außer Rand und Band, ein „Fußballmärchen“ wurde wahr.
Ein Jahr nach dem Abstieg in die Kreisliga waren die Haaner wieder am Ziel angekommen. Unter „Kalla“ Döller schafften sie 1978 den erneuten Aufstieg in die Bezirksliga und wurden Herbstmeister.
Der heute 74-jährige damalige Trainer erinnert sich: „Wir lagen klar mit sechs Punkten vor der Konkurrenz, zum Meisterstück fehlte genau ein Zähler.“
Nachdem Döller die Mannschaft vor nun vierzig Jahren als Spielertrainer übernommen hatte, sollte sich viel verändern. Sein Ziel: So schnell wie möglich wieder aufsteigen.
Als ehemaliger Spieler des Zweitbundesligisten, 1. FC Mülheim-Styrum wusste er genau, wie man so etwas macht: Kein Alkohol, jedes Kilo mehr auf der Waage wurde mit 1 DM Strafe geahndet und 3 Mal pro Woche wurde trainiert, um Ausdauer, Taktik und Technik zu verbessern.
In der Vorbereitungsphase ließ Döller seine Schützlinge sogar fünf Mal pro Woche zum Training antreten und so schafften sie es, innerhalb eines Jahres wieder in die Bezirksliga zurückzukehren.
„Ich habe aus Einzelspielern wieder ein Team geformt, das war der Schlüssel zum Erfolg.
Immer wieder habe ich meine Jungs versucht zu motivieren und nach einer guter Leistung haben wir auch mal gefeiert, stets mit den Frauen“, erinnert sich Döller.
Ein Fußball-Camp im Westerwald hätte das Team für intensives Trainingsprogramm in der Vorbereitung genutzt.
„Auch da haben wir die Frauen mitgenommen und ein Bierchen gab es auch schon mal. So was hält die Spieler, aber auch die Frauen bei der Stange“, erinnert sich „Kalla“.
Der 1944 in Wuppertal geborene Karl-Heinz Döller ist insgesamt mit acht verschiedenen Vereinen aufgestiegen, drei Mal als Spieler und fünf Mal als Trainer.
Der talentierte Dribbler entschied sich damals gegen einen Profi-Vertrag beim 1. FC Mülheim-Styrum, , denn das hätte ihn seine beruflich gute Position bei Bayer-Wuppertal gekostet.
Bis heute jedoch, hat er seine Entscheidung nicht bereut, sein allergrößter Schatz sei ohnehin Ehefrau Annie. Mit ihr an der Seite genießt der Ruheständler ausgedehnte Reisen. Ans „Einrosten“, mag Döller noch lange nicht denken. Nach wie vor strampelt er täglich auf seinem Heimtrainer seine Runden ab. syja
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