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02.10.2019

Haaner putzen ihre Stadt heraus


Auch die Pfadfinder der Freien evangelischen Gemeinde machten mit: Finn Severin, Lino Lasse, Christroph Neeb (Stammesführer), Inga, Thore Silas, Erik und Ole Silas (v.l.). HT-Foto: Sylke Jacobs
50 Bürger beteiligten sich am vergangenen Samstag am Dreck-Weg-Tag.

Haan - Zitronen, Plastikbecker, Gläser, Flaschen und sogar verpackte Neuware fanden die rund 50 Helfer am Samstag, 28. September, bei ihrem Streifzug durch die Gartenstadt.
Zum zweiten Mal hatte die Bauverwaltung der Stadt Haan einen Dreck-Weg-Tag organisiert. Sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen beteiligten sich an der Mülljagd und säuberten, bewaffnet mit Handschuhen und Greifzangen, rund ein Dutzend Einsatzorte im Stadtgebiet.
Auch viele Schulen hatten sich in diesem Jahr angemeldet, für sie bestand die Möglichkeit, die Aktion im Rahmen des Unterrichts durchzuführen. Noch bis zum 9. Oktober werden verschiedene Schulen weitere Stadtgebiete säubern. Alle Utensilien, wie Handschuhe, Müllsäcke und Greifzangen stellt die Stadt zur Verfügung.
Am Dreck-Weg-Tag konnten die Hilfswerkzeuge an der Alleestraße ausgeliehen und am Ende der Aktion auch wieder abgegeben werden. Dort wartete auch nach getaner Arbeit eine warme Suppe mit Würstchen.
Die AG Natur und Umwelt (AGNU) hatte sich dieses Mal auf Zigarettenkippen konzentriert. „Eine Zigarettenkippe kann bis zu 40 Liter Grundwasser verseuchen“, klärte Sven M. Kübler als 1. Vorsitzender der AGNU Haan auf. Dem müsse dringend entgegengewirkt werden, mehr als 3.000 Kippen wären allein heute aufgesammelt worden, das sei aber nur ein ganz geringer Teil.
Insbesondere vor den Gastronomien und an den Bushaltestellen häuften sich die giftigen Stummel. „Ich wünsche mir, dass die Stadt Haan und die Rheinbahn reagieren und zum Beispiel Taschenaschenbecher ausgeben. Zudem sollten alle Gaststättenbetreiber einen Außenaschenbecher aufstellen“, hofft Kübler auf Abhilfe.
Der Pfadfindergruppe der Freien evangelischen Gemeinde Haan waren die Parkplätze am Rathaus, an der Kirch- und an der Turnstraße zugewiesen worden. Ihren heutigen Job führten sie verantwortungsvoll aus: Fünf Mülltüten voll hatten sie gesammelt. Zwischen Gestrüpp und Laub hatten sie wieder einen besonderen Fund: „Hier liegen zwei Zitronen“, riefen die Kinder. Das Müllsammeln machte ihnen Spaß.
Stammesführer Christoph Neeb meinte: „Die Aktion ist sehr gut organisiert, wir wurden bestens mit Hilfsmitteln ausgestattet. Die vollen Mülltüten konnten wir an einer Bushaltestelle deponieren, dort wurden sie von den Mitarbeitern der Stadt abgeholt.“ Besonders viel Müll habe am Rathausparkplatz gelegen. Viele Sachen seien definitiv von der Haaner Kirmes übrig gewesen, wie Kabelbinder und Elektroverkabelungen.
Auch Usmon Ashurov aus Tadschikistan und Ahmad Nzir Nasseri aus Afghanistan, beide sind derzeit in Flüchtlingsunterkünften in Haan und Gruiten untergebracht, waren engagiert an der Aktion beteiligt. Der Dreck-Weg-Tag sei eine gute Sache, es wäre wichtig, dass die Stadt sauber bleibe.
Torsten Rekindt vom Bauverwaltungsamt der Stadt Haan konnte heute als erstes Resümee am Samstagnachmittag noch keine Zahlen nennen, aber er vermutete: „Ähnlich wie beim ersten Dreck-Weg-Tag werden auch diesmal mehrere Tonnen Müll zusammengekommen sein. Die Firma Bartz hat sich erneut bereiterklärt, den Müll kostenlos und ordnungsgemäß zu entsorgen.“ syja
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