25.09.2019

Der Rohbau des Gymnasiums steht


Traditionell sprechen die Poliere, hier Sven Kantelberg, Frank Ahac und Christian Jaschke, den Richtspruch und ließen ein Schnapsglas am Boden zerschellen. HT-Foto: Sylke Jacobs
Am Donnerstag, 19. September, wurde auf dem neuen Gymnasium die
Richtkrone gehisst.

Haan “ Vor gut einem Jahr, im Sommer 2018, wurde der Grundstein für den Neubau des städtischen Gymnasiums Haan gelegt. Nun setzten Schulleiterin Friederike von Wiser und die Projektleiterin der Stadt Haan, Katja Sann, den Hammer an, um die beiden letzten Nägel ganz nach alter Tradition in den Balken zu schlagen.
Zahlreich hatten sich Lehrer, Schüler- und Elternvertreter am Donnerstag, 19. September, auf dem Baustellengelände versammelt, um gemeinsam mit den Architekten und dem kompletten Bauteam das Richtfest des neuen Haaner Gymnasiums zu feiern.
Den Ton gaben die Schülerband und der Schülerchor an, sie bereiteten den Gästen einen frischen musikalischen Auftakt. Ebenfalls dabei war Bürgermeisterin Dr. Bettina Warnecke. Sie lobte den reibungslosen Ablauf des Baus, immerhin seien erhebliche Mengen an Beton und Stahl verbaut worden. Das größte Hochbauprojekt in Haan.
Besonders stolz war sie auf die Schüler: „Ihr habt echtes Durchhaltevermögen bewiesen, haltet noch ein bisschen durch“.
Dem schloss sich Schulleiterin von Wiser an: „Es wird ein Gebäude der Zukunft sein, für die Bildung unserer Kinder, denn die sind das Wichtigste für die Zukunft.“
Dass die Direktorin und ihr Team am Morgen noch aufgeregt waren, davon war nichts mehr zu spüren, Glücksgefühle überwogen, denn der Einzug in das neue Schulgebäude, der für den Sommer 2020 geplant ist, ist mit dem Richtfest ein großes Stück näher gerutscht.
Über den planmäßigen Baufortschritt freute sich auch Hanspeter Kottmair, Leiter des ausführenden Architekturbüros. Eine Schule zu planen sei für ein Architekturbüro eine der schwierigsten Aufgaben. Das Gebäude müsse vielen Generationen gerecht werden und ein Stück Heimat bieten. Dieser Rohbau sei gelungen, doch Erfolg sei nicht planbar, der sei dem großartigen Team aus Bauherrin, Projektleiterin und Handwerkern zu verdanken und der guten Vertrauensbasis auf allen Seiten.
In den nächsten Wochen werden die bereits begonnenen Arbeiten an der Fassade und dem Innenausbau weitergeführt. Allein 45 Kilometer Datenleitung müssen noch für die Haustechnik verlegt werden. Damit seien 40 Nachunternehmer beauftragt, meinte Rolf Römer, vertretender Geschäftsleiter der MBN Bau. Im Anschluss ginge es an die Innenraumeinrichtung.
Bis jetzt habe alles perfekt ins Zeitfenster gepasst und das in der ganzen Bauzeit ohne einen Unfall. Hoch oben auf dem Baugerüst lenkten derweil drei Poliere die Aufmerksamkeit auf sich, die stets wissen, was sie tun, wenn sie Tag ein - Tag us über die Gerüste der Großbaustelle an der Adlerstraße klettern.
Sven Kantelberg, Frank Ahac und Christian Jaschke sollten den Richtspruch sprechen. „An alle Bauarbeiter - nach altem Brauch, der erste Schluck - sowie ein Hoch auf die Schule und den Bauherrn“, trugen sie die ersten Zeilen ihrer Ansprache vor und beendeten sie mit einem geselligen „Prost“. Worauf sie ihre Gläser leerten und im hohen Bogen auf dem Boden unmittelbar neben dem Richtkranz zerschellen ließen.
Das war das Signal den Kranz nach oben zu schicken, die Seilzüge setzten sich in Bewegung und beförderten ihn auf das Dach, wo er von nun an, für alle sichtbar, sitzen sollte. Viele Ansprachen und Grußworte machten hungrig und durstig, Zeit das Buffet zu eröffnen.
Die Getränke wurden in eigens für das Richtfest angefertigten Gläsern ausgeschenkt. syja
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