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04.09.2019

In Haan-Ost und an der Polnischen Mütze gibt es Entwarnung


Bürgermeisterin Dr. Bettina Warnecke und Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach freuen sich über das Ende der Baumaßnahmen an der Autobahnauffahrt Haan-Ost. Der Zeitplan wurde eingehalten. HT-F
Nach rund drei Jahren Bauzeit sind die Arbeiten an den Verkehrsknoten
abgeschlossen.

Haan – Autofahrer können aufatmen: Die Staus an der Polnischen Mütze und an der Auffahrt Haan-Ost haben ein Ende, der Verkehr fließt wieder. „Ich erinnere mich noch, als ich 2016 an der Polnischen Mütze stand und das größte Straßenbauprojekt Haans ankündigte“, erzählte Bürgermeisterin Dr. Bettina Warnecke, die sich am vergangenen Mittwoch gemeinsam mit Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach das Ergebnis des Bauprojekts anschaute. Zunächst sollte nur die Polnische Mütze erweitert und als Kreuzung für das Gewerbegebiet zukunftstauglich gemacht werden. „Im Laufe der Baumaßnahmen haben wir uns gemeinsam mit Straßen NRW entschlossen, auch die Auffahrten zur A 46 zu erneuern“, fügte sie hinzu.
Insgesamt haben die Baumaßnahmen, die voll im Zeitplan abgeschlossen wurden, 10 Millionen Euro gekostet. Allein an der Anschlussstelle Haan-Ost wurden 13 500 Quadratmeter Asphaltfläche verbaut, 5000 Kubikmeter Frostschicht, 5000 bis 7000 Kubikmeter Bodenaustausch beziehungsweise Erdbewegung, ein Kilometer Bordsteine, 500 Meter Kanal und 26 Schächte.
An der Polnischen Mütze mussten Häuser und Grundstücke aufgekauft werden, Wohnhäuser wurden abgerissen, Bewohner umgesiedelt und auch das Regenrückhaltebecken für die Autobahn, das unter den Autobahnrampen verortet ist, wurde erneuert. Den Löwenanteil der Kosten bezahlt der Landesbetrieb, nur einen kleinen Anteil – etwa dreieinhalb Millionen Euro – trägt die Stadt Haan.
Die letzten drei Jahren waren eine Herausforderung für die Autofahrer und auch für die städtischen Mitarbeiter. „Zu Baubeginn der Autobahnauffahrt hatte Straßen NRW keine Tiefbauer für das Projekt. Weil wir nicht warten wollten, hat die Stadt Haan die Planung übernommen“, erklärte Dr. Bettina Warnecke, die froh ist, dass nun alles abgeschlossen ist und der Verkehr wieder fließt.
Auch Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach ist erleichtert: „Die enge Abstimmung mit der Stadt Haan hat nicht nur auf fachlicher Ebene gut funktioniert. Der Kontakt mit Frau Warnecke ist intensiver geworden“. Bei Projekten dieser Größenordnung zähle nicht nur der Blickwinkel einer Stadt. Auch für Solingen sei die Autobahn-Auffahrt eine wichtige Lebensader. „Die Bevölkerung entwickelt sich dynamisch und wünscht sich Mobilität“, beobachtet der Bürgermeister.
Thorsten Fischer, Projektleiter des Tiefbauamtes, ist mit dem Ergebnis zufrieden, gibt aber offen zu, dass es auch Probleme gegeben habe: „Das lässt sich bei einem Vorhaben dieser Größe nicht ausschließen. Wir sind aber voll im Zeitplan geblieben, was auch daran liegt, dass viele helfende Hände mitgewirkt haben“. Ärger rief beispielsweise die Ampelschaltung hervor. „Während der Bauphase hatte die Autobahn Vorrang, weil sich der Verkehr auf der A 46 nicht stauen sollte“, erklärt Thorsten Fischer.
Ab sofort erfassen eingebaute Schleifen den Verkehr, die sich nach dem jeweiligen Verkehrsaufkommen richten. Im Moment, sagt Thorsten Fischer, sei alles justiert, man behalte die Ampelschaltungen aber im Auge. „Die Wut der Autofahrer über Vollsperrungen kann ich nachvollziehen. Das war nicht geplant. Da hat uns die kurzfristige Änderung einer Arbeitsschutzrichtlinie einen Strick durch die Rechnung gemacht. Wir wollten ursprünglich bei laufenden Verkehr bauen“, erzählt der Projektleiter.
Nun sind die Baumaßnahmen Geschichte, die Abnahme der Baustelle durch Straßen NRW ist ohne Beanstandung erfolgt. Lediglich einige kleine Nachbesserungen an den Fahrbahnmarkierungen stehen noch an. sus
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