07.08.2019

Pöhlchenschieten: „Gar nicht so einfach“


Mitorganisator Ralf Dernbach (l.) gibt dem stellvertretenden Bürgermeister Jens Niklaus letzte Instruktionen, bevor dieser mit dem ersten Wurf die Pöhlchenbahn an der Hochdahler Straße offiziell in
Mit einem fröhlichen Fest für Jung und Alt wurde in Unterhaan die Pöhlchenbahn eröffnet.

Haan - „Das ist gar nicht so einfach“, resümierte der stellvertretende Bürgermeister Jens Niklaus seine Versuche die gut 600 Gramm schwere Metallscheibe von der Abwurflinie aus ins Ziel zu bringen.
Gemeinsam mit Ralf Dernbach vom 1. Pöhlchenschießverein Haan (PSV) hatte Niklaus wenige Minuten zuvor die neu gebaute Bahn der Abteilung in der SSVg an der Hochdahler Straße eröffnet.
Sein Erscheinen am Samstag, 3. August, vor Ort als stellvertretender Bürgermeister würdigt damit das ehrenamtliche und private Engagement von Haaner Bürgern im Allgemeinen und der Mitglieder des PSV im Speziellen.
„Eine alte bergische Tradition wird hier am Leben erhalten“, lobte Niklaus. Als bergisches Boccia werde die Sportart auch bezeichnet, wußte er zu berichten, und dass das Brauchtum von den Feilenhauern als Ausgleichssport zwischen ihrer anstrengenden Tätigkeit erfunden worden war. „Den Beruf des Feilenhauers gibt es nicht mehr, wohl aber die Tradition des Pöhlchenschießens“, sagte der stellvertretende Bürgermeister.
Fast 60 Teilnehmer hatten sich zum Eröffnungsturnier auf der Sportanlage an der Hochdahler Straße angemeldet. Zunächst durfte jeder sechs Metallscheiben Richtung Pöhlchen werfen, um möglichst viele Punkte zu erreichen und sich für die Zwischenrunde zu qualifizieren. Damit die Wartezeit bis zum eigenen Einsatz nicht zu lange wurde, hatten die Organisatoren für Kurzweil im Umfeld gesorgt: Kaffee und Kuchen war im Angebot und Steak im Brötchen, und natürlich Kaltgetränke in verschiedenen Darreichungsformen - einige davon auch kurz. Und auch für einen „launigen Stadionsprecher“ hatte die junge SSVg-Abteilung gesorgt. Insgesamt feierten Aktive und Neugierige ein familiäres Fest für alle Generationen mit ganz viel guter Laune. Auch die Pöhlchenscheeter vom Verein Solingen 03 hatten es sich nicht nehmen lassen ihren Patenverein mit einer großen Abordnung am vergangenen Samstag zu besuchen und zu unterstützen. Drei Spieler aus Solingen setzten sich am Ende auch durch: Hans-Werner Schmitz siegte vor Wolfgang Mehlhorn und Frank Prinz. Beste Dame war Monika Flocke, die im Vorkampf 66 Punkte erreicht hatte, aber in der Zwischenrunde ausgeschieden ist. agr
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