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03.07.2019

„Finden Sie den Mann mit dem merkwürdigen Hut!“


Der Mann mit dem merkwürdigen Hut ist Hans-Joachim Friebe, der viel über Gruiten und den Gruitener Spottvers zu erzählen wusste. Sichtlich zum Spaß der Besucher. HT-Foto: Antje Götze-Römer
Am Freitag, 28. Juni, fand in Gruiten eine ganz besondere Führung durch das historische Dorf statt.

Haan - Ein Gang durch das historische Dorf Gruiten lohnt sich immer, denn zu entdecken gibt es hier so allerhand. Führungen durch das Juwel an der Düssel sind daher - wenn auch nicht gerade an der Tagesordnung - so doch auch nicht selten für den Bürger- und Verkehrsverein Gruiten (BVV), der sich um solche Anfragen kümmert und durchführt.
Was aber, wenn sich auf einmal eine Gruppe ankündigt, die mal eben so mit knapp 50 Personen die Sehenswürdigkeiten Gruitens erkunden will? Nun, da braucht es eben eine ganz besondere Idee.
Mitarbeiter der Bürgschaftsbank des Landes NRW hatten den jährlichen Betriebsausflug mit einem Abstecher nach Gruiten geplant, und Wolfgang Stötzner, erster Vorsitzender des BVV, wollte unter allen Umständen dafür sorgen, dass trotz der Gruppengröße möglichst viel Information über Gruiten vermittelt wird.
Es entstand die Idee einer Dorf-Rallye, bei der die Banker in drei Gruppen aufgeteilt wurden, mit einem Aufgabenzettel ausgestattet und quasi im Alleingang durch Gruiten geschickt wurden.
Es galt knifflige Aufgaben zu lösen, beispielsweise welche Gaststätte in dem Gebäude mit der Jahreszahl 1823 einst untergebracht war. An einer anderen Stelle sollten die Gäste herausfinden, wie die Mauer rund um den Kirchturm St. Nikolaus genannt wird, oder aber auch wieviele Kinder an diesem Tag den Kindergarten besuchten.
Sichtlich viel Spaß hatten die Gruppen aus Neuss mit den Gruitener Originalen. „Mit etwas Glück sehen Sie einen Herrn mit einem recht merkwürdigen Hut: Herrn Friebe. Fragen Sie ihn nach dem Gruitener Spottvers“ lautete die Anweisung in den sorgsam ausgearbeiteten Rallye-Unterlagen.
Und Hans-Joachim Friebe wies nicht nur auf den Spruch „Wo die Hühner mit die Fötte tüten“ hin, sondern sagte den Bankern gleich auch noch ein Gedicht auf, dem diese aufmerksam lauschten.
Zur Belohnung gab es einen BKT (Borgmanns Kräuter Tropfen) und nachdem diese Gruppe auch an der gegenüberliegenden Seite gelegenen Trockenmauer zwei Steine gefunden und benannt hatte, die aus dem Gruitener Steinbruch stammen, konnte es weiter gehen zur nächsten Station.
Etwas später gelangten die Besuchergruppen an ein Gebäude, bei dem über der Eingangstür das Wort „KUNST“ zu lesen ist.
„Klopfen Sie mit dem schweren Eisenteil, vielleicht öffnet Peter Meyer und den sollten Sie nach seinem Hobby fragen“.
Peter Meyer öffnete, und schnell kamen die Teilnehmer der ganz besonderen Dorfführung nicht nur mit großer Kombinationsgabe auf das Wort „Kunstschmied“, sondern durften sich eines lebhaften Vortrages des Ehepaares Meyer, einer Besichtigung der Schmiede und natürlich eines weiteren Pinnchens BKT erfreuen.
Oder wie Wolfgang Stötzner zwischenresümierte: „Da steppt der Bär“.
Ein endgültiges Resümee dürfte durchaus positiv ausgefallen sein, auch wenn Stötzner sicher ebenso erfreut über den Erfolg der Tour wie aufgeregt gewesen sein dürfte, ob denn alles reibungslos funktionieren würde.
Einige Tage, und vielleicht auch einige BKTs, später, sollten die Organisatoren und Beteiligten der Gruitener Dorfrallye jedenfalls hoch zufrieden sein: „Die Teilnehmer haben alle viel Spaß gehabt und waren durchweg begeistert“, freut sich Wolfgang Stötzner. agr
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