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23.01.2019

Lernpartnerschaft feierlich unterzeichnet


IHK-Geschäftsführer Clemens Urbanek, Geschäftsführer Peter Raddatz, Bürgermeisterin Bettina Warnecke, stellvertretender Landrat Michael Ruppert und Schulleiter Rolf Schlierkamp (v.l.)unterzeichne
Die Firma Raddatz Gebäudereinigung und die Hauptschule „Zum Diek“ arbeiten jetzt zusammen.

Haan - Die Abkürzung „KSW“ steht für das Kooperationsnetz Schule-Wirtschaft, mit dem der Kreis Mettmann und die IHK bereits seit 2002 kreisweit Kontakte zwischen weiterführenden Schulen und benachbarten Unternehmen im Kreis Mettmann zu dauerhaften Kooperationen verknüpfen.
Rund 70 Prozent der weiterführenden Schulen nehmen am KSW teil. Alle Schulformen und die verschiedensten Branchen vom Automobilzulieferer über das Handwerk bis zum Pharmazieunternehmen sind vertreten.
In einer Feierstunde unterzeichneten Peter Raddatz, Geschäftsführer der gleichnamigen Gebäudereinigung und Rolf Schlierkamp, Leiter der Hauptschule „Zum Diek“, am Montag, 14. Januar, im Beisein des stellvertretenden Landrates Michael Ruppert, Bürgermeisterin Bettina Warnecke und IHK-Geschäftsführer Clemens Urbanek ihre Kooperationsvereinbarung.
Die KSW-Lernpartnerschaft sieht eine regelmäßige Einbindung der Raddatz Gebäudereinigung in den Schulalltag der Hauptschule vor. Dadurch erhält der Unterricht wichtige praktische Bezüge zur Berufswelt und weitet den Blick der Schüler für interessante Ausbildungsmöglichkeiten.
Peter Raddatz ist begeistert: „Von den letzten fünf Auszubildenden, die wir eingestellt haben, stammen drei von der Hauptschule. Für mich ist es wichtig festzustellen: Die Hauptschule ist nicht der Endpunkt der beruflichen Geschichte. Wir haben eine Auszubildende, die von der Hauptschule kam und die jetzt ihre Meisterschule beendet. Es ist viel mehr möglich, als die Jugendlichen anfangs glauben“.
Für ihn sei es zudem wichtig zu vermitteln, was sein unternehmen leiste: „Viele Jugendliche glauben, Gebäudereinigung bedeutet, jemand wird Putzfrau. Wir müssen erklären, alles, was nach der Raumpflege kommt, macht der Gebäudereiniger. Dazu gehören unter anderem Glas- und Küchenreinigung sowie zahlreiche Hygienemaßnahmen“.
Für Rolf Schlierkamp ist es wichtig, dass jeder Schüler bis zum letzten Tag des Bestehens der Hauptschule (sie läuft in Haan in wenigen Jahren aus) die bestmögliche Unterstützung auch für das bekommt, was nach der Schule passiert. „Der Kooperationsvertrag zeigt, wie wichtig unsere Schule die Ausbildung ihrer Schüler nimmt“, betont der Schulleiter. Bürgermeisterin Bettina Warnecke dankte der Firma Raddatz im Namen der Stadt Haan für ihr Engagement: „Durch die Lernpartnerschaft erfahren die Schüler, wie es später im Berufsleben aussieht“. Stellvertretender Landrat Michael Ruppert erinnerte daran, dass die duale Ausbildung in Deutschland ein Erfolgsmodell ist, um das uns andere Länder beneiden. „Leider gibt es eine Menge ausbildungsbereite Betriebe, die gar keine Auszubildende mehr finden. Die Lernpartnerschaft gibt Betrieben die Möglichkeit, Kontakt zu bekommen zu jungen Menschen, die noch zur Schule gehen“, erklärte der Landrat. Seit Beginn der Lernpartnerschaft im Jahr sind 72 Betriebe im Kreis eine solche Partnerschaft eingegangen. In Haan sind es die Haaner Felsenquelle, die Bohle AG, die Donaldson Filtration Deutschland GmbH sowie die Centa Antriebe Kirschey GmbH. sus
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