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31.10.2018

Dreck-Weg-Tag: Eine Stadt räumt auf


Mehrere Müllsäcke voller Unrat sammelte alleine die Gruppe, die sich am vergangenen Samstag an der Bollenheide getroffen hatte. HT-Foto: Torsten Rekindt
Bürger sammeln in zwei Stunden rund 2.000 Kilogramm Müll und Unrat in und um Haan ein.

Haan - „Es ist schlimm genug, dass es so einen Dreck-Weg-Tag überhaupt geben muss“, sagte Sandy Behnke am vergangenen Samstag, 27. Oktober um kurz nach 12 Uhr, als sie gemeinsam mit weiteren freiwilligen Helfern die unrühmliche Beute aus zwei Stunden Arbeit am Treffpunkt Bollenheide zusammenträgt.
Insgesamt haben sich knapp 60 Bürgerinnen und Bürger für die Aktion bei der Bauverwaltung, die die Aktion koordiniert hat gemeldet, um mit anzupacken. Hauptorganisatorin war Carmen Viehmann, ihres Zeichens Abfallberaterin bei der Stadt Haan. Neben dem Einsatzort Bollenheide entlang der Autobahn und der Autobahnunterführung wurde an der Talstraße, an der Ittertalstraße und am Sportplatz an der Hochdahler Straße gesammelt. Greifzangen, Handschuhe und Müllsäcke stellte die Stadt Haan, am Montag morgen sammelte der Bauhof die Beute ein, die von der Firma Bartz kostenfrei entsorgt wurde. Nicht ohne vorher alles zu wiegen, was die Haaner in nur zwei Stunden gesammelt hatten: stolze 2.000 Kilo Müll, Schrott und Unrat.
Als großen Erfolg wertet Torsten Rekindt, der die Bauverwaltung leitet, diese Aktion. „“Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen die mitgemacht haben“, sagte er schon kurz nach Abschluss der Einsätze und ohne zu diesem Zeitpunkt vom Gewicht der Funde zu wissen.
Als Erfolg wertet auch die Wählergemeinschaft Lebenswertes Haan (WLH) die Durchführung des Dreck-Weg-Tages, den sie bereits im November 2017 beantragt hatte. Allerdings gibt die WLH auch zu Bedenken: „Dass in diesem Jahr erst nachdem bereits viel Laub gefallen war, ein städtisch organisierter Dreckweg-Tag stattgefunden hatte, ist nicht optimal gewesen“, sagt die Fraktionsvorsitzende Meike Lukat.
Ein Erfolg sei aber sicherlich, dass trotz der Kurzfristigkeit der Bewerbung bereits rund 60 Aktive mitgemacht hätten. Von vielen Menschen sei die WLH angesprochen worden, dass sie die namentliche Meldung zur Aktion nicht nachvollziehbar gewesen wäre und die Menschen sich davon auch teilweise hätten abgeschrecken lassen.
Darüber hinaus fordert Lukat die Planung eines weiteren Dreck-Weg-Tages im Frühjahr des kommenden Jahres sowie die Aufnahme des Termins in den Umweltkalender der Stadt Haan, der jährlich erscheint. So könnten nach ihrer Auffassung auch Gemeinschaftsaktionen mit Kindergärten, Schulen und Vereinen eingeplant werden. Derweil lädt die WLH zum letzten Dreck-Weg-Spaziergang vor der Winterpause ein, der am heutigen Mittwoch, 31. Oktober stattfindet. Treffpunkt ist um 17 Uhr auf dem Aldi-Parkplatz an der Landstraße. Die Teilnehmer am Dreck-Weg-Tag wurden von der Stadtverwaltung für ihren Einsatz übrigens auch belohnt: in einem Jutebeutel der städtischen Abfallberatung steckte für jeden eine der neuen Tassen im neuen Gartenstadt-Look. agr
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