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31.10.2018

Wohin kommt das neue Rathaus?


Die Verwaltung bevorzugt den Standort am Schillerpark für den Rathausneubau (blau). Das historische Gebäude an der Kaiserstraße bleibt erhalten. HT-Grafik: Stadt Haan
Verwaltung schlägt der Politik das Gelände Windhövel als Standort für den Rathausneubau vor.

Haan - In der gestrigen Ratssitzung hat die Stadtverwaltung ihre Vorhaben zum geplanten Rathausneubau vorgestellt, insbesondere wurden auch Angaben zum geplanten Standort gemacht.
Die Spekulationen, die sich zwischen einer Lösung auf der grünen Wiese und einem Neubau in der Rathauskurve bewegten, haben damit ein Ende, denn die Stadtverwaltung schlägt einen multifunktionalen Bau am Schillerpark/Windhövel vor, dort wo teilweise zuletzt der Bau eines Einkaufszentrums geplant war.
„Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage des vorgelegten Raum- und Funktionsprogramms für die weitere Planung eines zentralen Rathausneubaus für die Haaner Stadtverwaltung, den Standort Windhövel zugrunde zu legen“, heißt es in der Beschlussvorlage, die bereits im nichtöffentlichen Teil des Haupt- und Finanzausschuss vom 4. Oktober einstimmig verabschiedet wurde, mit Überraschungen im Rat ist nicht zu rechnen.
Aus den bisher alternativ untersuchten Standorten scheiden für einen Rathausneubau die Standorte Düsselberger Straße 15 in Gruiten (Rockwell-Gebäude) und der Standort der ehemaligen Landesfinanzschule an der Kaiserstraße wegen entgegenstehender Nutzungen aus.
Sie werden nach Auffassung der Verwaltung „auf absehbare Zeit für die Unterbringung von Flüchtlingen dringend gebraucht“.
Der Zeitpunkt der Aufgabe der jetzigen Nutzung sei jedoch noch unbestimmt.
Der Standort Landesfinanzschule ist befristet vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW angemietet und steht nicht im Eigentum der Stadt Haan.
Der Standort „grüne Wiese“ scheidet ebenfalls wegen eines fehlenden geeigneten Grundstücks sowie einer anzunehmenden unzureichenden Einbindung in das stadträumliche Umfeld aus. Die Nähe zu Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs und zu der bestehenden sozialen und einzelhandelswirtschaftlichen Infrastruktur sei nicht gegeben.
Der Standort Rathauskurve weise eine räumlich beschränkte Möglichkeit für die Realisierung der Aufnahme der VHS in das neue Verwaltungsgebäude aus.
Zudem stehe das Grundstück am unteren Neuen Markt „nunmehr für eine grundsätzliche Neuordnung zur Verfügung zur Verfügung“, was wohl heißt, dass das Grundstück von der Stadt Haan erworben wurde.
Für den Rathausstandort Windhövel sprächen gewichtige Gründe: durch die Ergänzung der bestehenden Stadtbücherei mit einer weiteren publikumswirksamen öffentlichen Einrichtung könne der untere Neue Markt deutlich belebt werden.
Im Vergleich mit einer Einzelhandelsimmobilie könne sich ein Verwaltungsneubau harmonischer zum angrenzenden Schillerpark hin öffnen, eine abweisende Rückfassade lässt sich so vermieden.
Da der Rathausneubau voraussichtlich nicht das gesamte Areal südlich des Schillerparks in Anspruch nehmen wird, schlägt die Verwaltung ergänzend Wohngebäude vor. „Denkbar ist auch die Ansiedlung einer untergeordneten Dienstleistungsnutzung, beispielsweise eine Polizeistation“. agr
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