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10.10.2018

SSVg geht für neuen Kunstrasen in Vorleistung


Die Jüngsten machen den Auftakt: Dem Alter entsprechend starteten am vergangenen Freitag alle Teams der SSVg Haan zum Sponsorenlauf für einen zweiten Kunstrasenplatz. HT-Foto: Knut Reiffert
Sponsorenlauf soll die Eigeninitiative der Fußballer für eine zweite moderne Spielfläche zeigen.

Haan – Mit ihrem Sponsorenlauf hat die SSVg 06 Haan ein Zeichen gesetzt: „Wir brauchen einen zweiten Kunstrasenplatz und wollen zeigen, dass wir auch selbst etwas dazu beitragen können“, erklärt der Vereinsvorsitzende Dennis Dernbach. Gerade die Jüngsten hätten großes Interesse, auf der städtischen Anlage an der Hochdahler Straße zu kicken. Der Platzbedarf wachse weiter. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass man die A-Jugend wegen Spielermangels hätte zurückziehen müssen.
Beim Sponsorenlauf gingen am vergangenen Freitag nacheinander alle Teams auf die Laufbahn rund um den schon bestehenden Kunstrasenplatz. Entsprechend der Zusagen der pro Runde zahlenden Sponsoren – meist Eltern oder Großeltern – kamen bis Dienstag 1500 Euro zusammen. Es stehen aber nochmal 1000 Euro aus.
Weitere Einnahmen konnten aus dem Verkauf der von der Felsenquelle, Bäcker Schüren und Luis Wurstfabrik gespendeten Getränke und Snacks erzielt werden. Frank Conrad von Rewe bestückte das Sportler-Buffet mit Obst und Gemüse.
Derzeit hat die SSVg 16 Jugend-, zwei Männer- und eine Frauenmannschaft. Für den Trainingsbetrieb bedeutet das ständige Verschiebungen. „Die Senioren können erst ganz spät auf den Platz, obwohl sie morgens Früh wieder zur Arbeit müssen“, nennt Dernbach einen Grund, warum es in Haan zurzeit nur Kreisliga-B-Fußball gibt. „Andere Vereine haben attraktivere Zeiten.“
Ein zweiter Kunstrasen würde seines Erachtens die Situation deutlich entspannen. „Bislang ist es aber erst nur eine Idee“, erklärt der 31-Jährige zum Stand der Planungen. Der Lauf soll eine Initialzündung sein. Dabei ist Dernbach klar, dass ein Kompromiss mit den Leichtathleten des Haaner TV gefunden werden muss, die den zur Disposition stehenden Aschenplatz hinter der 15 Jahre alten Kunstrasen-Anlage ebenfalls nutzen. „Eine Multifunktionsfläche wäre ideal“, erklärt Dernbach. „Aber schon eine Platzhälfte mit Kunstrasen hilft uns weiter.“ Darauf könnten Trainingseinheiten und Spiele bis zur D-Jugend stattfinden.“


Die Kosten für einen neuen Kunstrasenplatz beziffert der SSVg-Vorsitzende mit mindestens 150 000 Euro. „Das ist dann aber die absolute Minimallösung.“
Bei der Finanzierung hofft Dennis Dernbach auch auf die städtische Sportpauschale. „Zumal wir auch noch andere Baustellen haben.“ Aktuell geht es um 52 000 Euro, die noch aus dem Jahr 2015 übriggeblieben sind. Der Haupt- und Finanzausschuss berät am morgigen Donnerstag (17 Uhr, Sitzungssaal im Rathaus) darüber, nach welchem Schlüssel diese Restsumme verteilt wird.
Zur Diskussion stehen drei Varianten: Bei der ersten wird die Pauschale zu gleichen Teilen auf die Vereine aufgeteilt. Bei der zweiten werden die Mittel anhand der Mitgliederzahl von 2015 verteilt.
Die Stadtverwaltung bevorzugt allerdings die dritte Variante: Dabei handelt es sich um eine Mischkalkulation: Alle Vereine bekommen zum einen denselben Festbetrag (5202 Euro), zum anderen aber auch eine Zahlung entsprechend der Mitgliederzahl.
Wie unterschiedlich sich die drei Varianten auswirken, zeigt sich am Beispiel der Spielvereinigung. Werden die 52 000 Euro zu gleichen Teilen ausgeschüttet, stehen den Fußballern 10 400 Euro zu. Geht es rein nach Mitgliederzahl, sind sie mit rund 6600 Euro dabei. Bei der Mischkalkulation aus Sockelbetrag und Mitgliederzahl sind rund 8500 Euro drin. ff
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