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04.10.2018

Miteinander musizieren verbindet


Zur Musikwerkstatt gehörte auch ein Workshop mit Christopher Hafer (rechts). Dabei hatten die Teilnehmer viel Spaß beim Trommeln. HT-Foto: Susanne Schaper

Alt- und Neu-Haaner konnten sich am
Wochenende in der
Musikschule näher kennenlernen.

Haan – „Miteinander singen, reden, tanzen, trommeln“, lautete das Motto der Musikwerkstatt, die am Samstag, 29. September, in der städtischen Musikschule in der Dieker Straße stattfand. Eingeladen waren alle Haaner Bürger, die Lust hatten, gemeinsam zu musizieren und neugierig waren, Menschen aus anderen Kulturkreisen kennenzulernen.
„Es gibt viele Menschen hier in der Stadt, die aber oft an-
einander vorbei leben. Wir sehen uns, sind vielleicht auch neugierig aufeinander, laufen aber aneinander vorbei. In der Musikwerkstatt gibt es die Möglichkeit einander kennenzulernen“, erklärte der ehemalige WDR2-Moderator Tom Hegermann, der auf der Musikschul-Bühne die Gespräche mit Leitern und Teilnehmern der Workshops führte. „Es ist ein Experiment, wir haben keinen Einfluss darauf, wer heute kommt“, fügte er im Gespräch mit dem Haaner Treff hinzu.
Insgesamt vier Workshops wurden angeboten: Alexandra Donner und Meike Harborth übten mit den Workshopteilnehmern Singen mit gleichzeitigen rhythmischen Körperübungen. Farah Fischbach leitete den Workshop „Singen mit Kindern ab vier Jahren“. Christopher Hafer entführte die Teilnehmer in die Welt der Percussion und bei Ingrid Brendel durfte getanzt werden.
Entstanden ist die Idee in Haan eine Musikwerkstatt durchzuführen in einem Arbeitskreis der „Zukunftswerkstatt“ der katholischen Kirchengemeinden Haan und Gruiten. „Wir haben zusammen gesessen und überlegt, wie wir alte und neue Haaner aus verschiedenen Nationen zusammen bringen können. Wir haben verschiedene Szenarien durchgespielt und uns dann für die Musikwerkstatt entschieden. Gemeinsam musizieren verbindet, die Sprache der Musik ist universell“, erklärte Frauke Heiden-Ziegert, Ehrenamtsbegleiterin in der Flüchtlingshilfe der katholischen Kirche.
„Wichtig ist nicht nur das gemeinsame Musizieren. Mindestens ebenso wichtig, sind die Pausen zwischen den Workshops, in denen die Teilnehmer miteinander reden können“, fügte Tom Hegermann hinzu.
„Ich war mit meiner Freundin im Workshop Singen und Rhythmus. Das hat großen Spaß gemacht. Rhythmus ist ganz meins“, erzählte Margret Raddatz. Sie habe von der Musikwerkstatt durch die Zeitung und Flyer auf der Kirmes erfahren. „Mir war sofort klar, da gehe ich hin.“
Heike Schmidt war ebenfalls begeistert: „Ich war beim Tanzen und bin im Anschluss mit einer Frau aus Syrien ins Gespräch gekommen. Das ist heute eine tolle Gelegenheit, sich kennenzulernen. Auf der Straße spricht man ja nicht wildfremde Menschen an. In den Workshops gibt es einen Rahmen und gemeinsame Interessen, an die man anknüpfen kann.“ In den Pausen konnte nicht nur miteinander geredet werden, die Messdiener der Gemeinde versorgten die Gäste auch kulinarisch. Das Catering war durch Spenden finanziert worden, so dass die Workshop-Teilnehmer kostenlos versorgt werden konnten.
Was die Teilnehmer während des Tages musikalisch und tänzerisch gelernt hatten, präsentierten sie am Ende des Workshops auf der Bühne im Dieker Carré. Mit dabei war auch eine Gruppe von Neubürgern, die sich bereits seit einiger Zeit regelmäßig in der Musikschule trifft und Gitarre spielt.
Die Musikwerkstatt soll kein einmaliges Event bleiben. „Wir wollen auf jeden Fall im Gespräch bleiben und schauen, ob mehr daraus entstehen kann“, erklärte Pfarrgemeinderatsmitglied Michael Sauter.
Ein erstes Projekt ist bereits geplant: „Auftakt – Miteinander singen und musizieren“. Das erste Treffen zum Kennenlernen und zum gemeinsamen Musizieren findet am Montag, 8. Oktober, um 20 Uhr im Mehrzweckraum der freien Waldorfschule, Prälat-Marschall-Straße 34 in Gruiten statt. Jeder ist eingeladen, eigene Musik und eigene Instrumente mitzubringen.
Weitere Informationen zum „Auftakt“ in der Waldorfschule erteilen Meike Harborth, Telefon 02129/37 36 74, und Frauke Heiden-Ziegert, Telefon 02104/6 06 09. sus
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