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01.08.2018

Seniorennetzwerk hat noch einiges vor


Hermann Neumann, Leo Middelhoff, Ute Melchior-Giovannini, Frank Intveen, Monika Christmann und Kurt-Eugen Melchior (v.l.) sind gespannt auf die Besucher, die am 22. August in das CVJM-Haus kommen werd
Am 22. August findet im CVJM eine große Veranstaltung für alle Haaner und Gruitener ab 58 Jahren statt.

Haan - „Größer, jünger, vielfältiger“ - so lautet das Ziel, das sich das Seniorennetzwerk „Wir sind Haan“ (WsH) für die nächste Zukunft auf die Fahnen geschrieben hat.
„Siebeneinhalb Jahre nach der Gründung des Netzwerkes haben wir immer noch nicht genug“, schmunzelt Hermann Neumann vom Planungsteam der Haaner Organisation.
Er ist davon überzeugt, dass die derzeit rund 900 Aktiven bei WsH voller Ideen stecken, aber auch, dass eine Verjüngung dem Netzwerk guttun würde.
„Die bei unserer Gründung 58-Jährigen sind heute 65 Jahre alt. Und die heute 58-Jährigen haben schon wieder ganz andere Interessen und neue Ideen“, sagt Neumann und denkt beispielsweise an eine Videogruppe oder eine für Computerspiele - Angebote, die es derzeit bei WsH noch nicht gibt.
„Haan ist eine Schlafstadt“, ergänzt Ute Melchior-Giovannini, „nach der Berufstätigkeit bricht oft das soziale Gefüge zusammen. Daher laden wir gerade diese Menschen ein, sich frühzeitig ein neues spannendes Umfeld zu suchen“.
Das „frische Blut“ soll aber nicht nur aus der evangelischen Kirchengemeinde kommen. Aus ihr ist zwar vor mehr als sieben Jahren die Idee des selbstorganisierenden Seniorennetzwerkes entstanden, aber: „Keines unserer Angebote hat irgendwas mit Religion oder Glaube zu tun“, erklärt Hermann Neumann.
Darum hat das Planungsteam des Seniorennetzwerkes mit den „Nachbargemeinden“ gesprochen und ist auf offene Türen gestoßen. Sowohl die katholische Kirchengemeinde in Haan und Gruiten als auch die Freie Evangelische Gemeinde Haan haben großes Interesse bekundet und einer Zusammenarbeit zugestimmt. Die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Gruiten sei ebenfalls interessiert, stecke aber noch im Entscheidungsprozess.
Überschneidungen gebe es ohnehin heute schon, erklärt Frank Intveen, der der Initiator der Knösterstube ist, und die findet in den Räumen der katholischen Gemeinde im Forum statt. „Durch eine engere Zusammenarbeit können wir das Raumangebot deutlich ausweiten und dann auch Gruppen beispielsweise in Gruiten stattfinden lassen“.
Am Mittwoch, 22. August um 19.30 Uhr findet nun die Veranstaltung „Dialog-Marktplatz“ im CVJM an der Alleestraße 10 statt, zu dem das Netzwerk Interessierte aller Glaubensrichtungen einlädt - auch solche, die keiner Konfession angehören.
Während des Abends werden sich die bereits bestehenden rund 30 Gruppen zwar auch präsentieren, aber eigentlicher Zweck ist es Ideen der Besucher zu sammeln und zu bündeln und bestenfalls direkt neue Gruppen zu gründen. „Wir sind gespannt, wie das Seniorennetzwerk nach dem Abend aussieht“, sagt Ute Melchior-Giovannini.
Angst vor einer gewaltigen Expansion hat das Planungsteam nicht, wohl ahnend, dass es bis Ende des Jahres „viel zu tun gibt“.
„Wir wissen ganz genau, welche Eigendynamik in den Gruppen entstehen kann“, sagt Leo Middelhoff, der ebenfalls im WsH-Planungsteam mitwirkt.
Aus einer Fotogruppe seien mittlerweile vier geworden und im Spontanchor sängen mittlerweile mehr als 80 Personen. agr
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