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25.07.2018

Andrea Jacobi zeigt kleine Leute in Makrowelten


Andrea Jacobi zeigt mit ihren Fotografien kleine Leute in Makrowelten. HT-Foto: Andrea Jacobi
Mit ihrer anderen Art der Miniatur-Fotografie begeistert Andrea Jacobi immer mehr Menschen.

Haan - Die Fotografien der Haanerin Andrea Jacobi ziehen beim Betrachten sofort in ihren Bann: Ein Herr ist dort zu sehen, der freundlich seinen Hut zum Gruß zieht - er steht in einer farbenprächtigen Blüte. Ein anderer Mann hat es sich in einer zartrosa Blüte gemütlich gemacht und liest Zeitung. Auf einem weiteren Bild ist ein Fahrradfahrer zu sehen, der auf einer Fahrradkette seines Weges zieht.
„Ich wäre nicht im Traum auf die Idee gekommen meine Fotografien auszustellen“, sagt Andrea Jacobi, die die Kamera eigentlich nur in der Freizeit in die Hand nimmt. Denn eigentlich arbeitet sie in einer Textilagentur am Sombers in Haan, im elterlichen Betrieb. „Irgendwann habe ich entdeckt, dass Fotografie mehr ist als Schnappschüsse vom Familienleben zu machen“, sagt die zweifache Mutter. Vielmehr sei die Fotografie zu einer „Unruhe-Stifterin“ geworden.
Und nun hat Andrea Jacobi im Juni und Juli in einer kleinen Galerie in Wuppertal-Ronsdorf unter dem Titel „Ich sehe was, was Du nicht siehst - aber ich zeige es Dir!“ ihre Werke zeigen dürfen. Mit durchschlagendem Erfolg: Viele ihrer Fotografien, in denen sie die kleinen Figuren im H0-Format aus dem Modelleisenbahnzubehör-Sortiment in Szene setzt, hat sie verkaufen können. „Jedes Motiv ist auf 10 Stück limitiert“, erklärt die 53-Jährige.
Der Kontrast zwischen Groß und Klein habe sie im Dezember gepackt, als sie ein Foto mit einem Spielzeugauto gesehen hat. Dann hat sie angefangen zu experimentieren mit den kleinen Figuren: Ein Sumoringer stemmt sich gegen ein Gummibärchen beispielsweise, oder Badegäste vergnügen sich am Strand mit scheinbar riesigen Muscheln, oder Taucher verschwinden im Champignon-Meer.
„Ich habe schon so ziemlich alles ausprobiert“, sagt Andrea Jacobi: Smarties, Kirschen, Trauben - so gut wie nichts ist vor ihr sicher.
Die Figuren findet sie in Geschäften für Modellbahnbedarf oder im Internet. „Am Anfang war ich ziemlich überfordert von dem reichhaltigen Angebot“, sagt die Fotografin. Mittlerweile aber hat sie ihre Technik perfektioniert und ist auch recht anspruchsvoll bezüglich der Ausleuchtung ihrer Szenen von kleinen Leuten in Makrowelten. agr
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