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11.07.2018

Grundsteinlegung mit viel „Tamtam“


Schulleiterin Friederike von Wiser, Bürgermeisterin Bettina Warnecke und Rolf Römer von der MBM Bau AG mauerten eine Zeitkapsel in den symbolischen Grundstein des Gymnasiums ein. HT-Foto: Antje Göt
Unterhalb der großen Baugrube an der Adlerstraße wurde symbolisch der erste Stein verlegt.

Haan - Mittels einer Dringlichkeitsentscheidung haben die Fraktionsvorsitzenden im Rat der Stadt Haan erst bei der jüngsten Ratssitzung am Mittwoch, 4. Juli sichergestellt, dass der Neubau des Gymnasiums nicht schon bei seiner Eröffnung den Anforderungen nicht mehr gewachsen ist.
Durch das Umschwenken der Landesregierung vom achtjährigen zum neunjährigen Gymnasialbetrieb war in Haan Handlungsbedarf gesehen worden, dringlicher Handlungsbedarf. Nun wird, anders als noch bei der Beauftragung von Architekten und Projektplanern im Jahr 2017, also so geplant, dass die Schule bei ihrer Eröffnung, die für den Schuljahresbeginn im Jahr 2020 vorgesehen ist, auch zukunftsfähig ist.
„Jemand muss da hellseherische Fähigkeiten gehabt haben“, vermutete Architekt Hanspeter Kottmair anlässlich der Grundsteinlegung am Montag, 9. Juli, denn er habe noch vor der politischen Entscheidung auf Landesebene von den beteiligten Planern den Auftrag erhalten, die Statik so zu planen, dass ein weiteres Stockwerk aufgesattelt werden könne.
Ob G8 oder G9 - das neue Gymnasium ist und bleibt mit rund 34 Millionen Euro Baukosten das bislang größte Bauprojekt, die zusätzlichen Räume für G9 wirken sich mit 3,4 Millionen Euro aus.
„Investitionen in die Bildung sind wichtig“, sagte Haans Bürgermeisterin Bettina Warnecke, die das neue Gymnasium als Meilenstein bezeichnete, der Durchhaltevermögen von allen Beteiligten bis zum geplanten Einzug im Jahr 2020 erfordere.
Die tägliche Belastung sei in der Tat nicht zu unterschätzen, bekräftigte Schulleiterin Friederike von Wiser, denn nicht nur Baulärm, sondern vor allem auch die tägliche Organisation des Schulbetriebes auf eingeschränktem Raum sei eine Herausforderung, die es zu meistern gelte und die „wir uns am Schluss, wenn alles fertig ist, dann wieder schön reden können“.
In den Grundstein wurde eine Zeitkapsel eingemauert, in der sich aktuelle Dokumente und Utensilien befinden. Der Grundstein wird seinen endgültigen Platz im Mauerwerk des Eingangsbereiches finden und erst wieder ans Tageslicht treten, wenn das Gebäude einmal abgerissen wird. „Wir sind schon ganz gespannt, ob wir auch eine Zeitkapsel im Grundstein des alten Gymnasiums finden werden, wenn der heutige Eingangsbereich dann in zwei Jahren abgerissen wird“, zeigte sich Rolf Römer von MBM Bau neugierig auf historische Funde. agr
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