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04.07.2018

TSV Gruiten ehrt Witwe von Walter Uellendahl


Kai Kipper, Joachim Ziegert, Michael Herter und Max Plümacher (v.l.) vom TSV Gruiten ließen es sich nicht nehmen vor Inge Paula Uellendahl auf die Knie zu gehen. HT-Foto: Antje Götze-Römer
Anlässlich des Walter Uellendahl-Gedächtnisschwimmens haben die Organisatoren Inge Paula Uellendahl eingeladen.

Haan/Gruiten - „Ja natürlich kann ich mich noch an das Hallenbad in Gruiten erinnern“, lacht Inge Paula Uellendahl bei einem Gespräch, das der Haaner Treff mit der reizenden alten Dame - immerhin 95 Jahre ist Inge Uellendahl alt - im Friedensheim führte.
Dort lebt die Gruitenerin seit etwa drei Jahren. Sie ist die Witwe des Namensgebers des Walter-Uellendahl-Gedächtnisschwimmens, das am vergangenen Samstag, 30. Juni zum 26. Mal vom TSV Gruiten organisiert und durchgeführt wurde. Seit nun also 25 Jahren gibt es diesen Schwimmwettbewerb, der zu Ehren des Mannes durchgeführt wird, der ab 1975 die Leitung der Schwimmabteilung im TSV Gruiten für mehr als 20 Jahre übernommen und so den Aufbau maßgeblich geprägt hat.
Seine Frau Inge Paula war oft mit dabei, eigentlich immer, wenn ihr Mann Walter in Sachen TSV Gruiten oder der Schwimmabteilung unterwegs war. „Auch Frau Uellendahl hat es sicherlich mit ermöglicht, dass die Schwimmabteilung des TSV Gruiten heute da steht, wo sie ist: Mit einem Team bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft, einem eigenen Wettkampf und einer zertifizierten Schwimmschule“, würdigte Max Plümacher vom TSV Gruiten die 95-Jährige am vergangenen Samstag in einer kleinen Ansprache im Vorraum des Hallenbades, zu der der Verein Inge Paula Uellendahl eingeladen hatte, während im Hallenbad selber die rund 750 Starts des Walter-Uellendahl-Gedächtnis-Schwimmens abgewickelt wurden.
Kampfschwimmer sei ihr Mann gewesen, berichtet Inge Uellendahl und er habe lange fast kein Deutsch sprechen können, weil er lange in Holland gelebt habe.
Wo und wie sie ihren Mann kennengelernt hat, weiß sie nicht mehr. „Auf einmal war er da“, lacht sie und schwelgt in Erinnerungen an den Mann, mit dem sie viele Jahre verbracht hat und die fast immer auch mit dem TSV Gruiten zu tun hatten.
Dann, 1990 war das, ist er nicht mehr wieder gekommen. Er sei aus dem Haus gegangen und kurz darauf gestorben. Über die schwere Zeit habe ihr vor allem ihre Schwester Christel Meyer geholfen, mit der Inge Uellendahl auch heute noch viel unternimmt.
Und die auch am vergangenen Samstag mit dabei war, als der TSV Gruiten ihr die Aufwartung gemacht hat mit Blumen und Süßigkeiten. agr
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