home Haaner Treff - Haaner Treff
16.05.2018

Förderverein hilft mit großzügiger Spende


Oberärztin Anke Meyer (l.) und Dr. Thomas Ehmann (2.v.l.) erklären Marlies Götze (2.v.l.)Geschäftsführerin des Fördervereins), Friedhelm Rüffer, Karin und Gerhard Schmitz (v.r.) die Funktion de
Bei Operationen an der Schilddrüse können Patienten auf noch mehr Sicherheit vertrauen.

Haan - Einmal mehr hat der Verein der Freunde und Förderer des St. Josef Krankenhauses Haan die medizinische Arbeit der Klinik an der Robert-Koch-Straße unterstützt.
„Dank einer Spende der Eheleute und Vereinsmitglieder Gerhard und Karin Schmitz kann das Krankenhaus bei Schildrüsen-Operationen ein modernes Neuromonitoring-Gerät nutzen“, erklärt der langjährige Vereinsvorsitzende Friedhelm Rüffer.
Das neue Gerät hat rund 22.000 Euro gekosten, 7.000 Euro davon stammen vom Ehepaar Schmitz, die verbleibenden 15.000 Euro aus dem Vereinsvermögen. „Das ist bereits die zweite große Spende von Gerhard und Karin Schmidt“, freute sich Rüffer über die Großzügigkeit des Ehepaars und auch darüber, dass mit dem neuen Gerät wieder die Patienten des Haaner Krankenhauses die Nutznießer sind.
Chefarzt Dr. Thomas Ehmann, der die Allgemein- und Viszeralchirurgie in Haan leitet, freut sich über das Engagement des Fördervereins: „“Mit dem Neuromonitoring-Gerät steigern wir die Sicherheit bei Schilddrüsenoperationen.“
Unmittelbar hinter der Schilddrüse verlaufen die rückläufigen Stimmbandnerven. Bei jeder Schilddrüsenoperation sind diese Nerven in Gefahr. Weil sie dem übrigen Gewebe hinter der Schilddrüse ähneln, erfordert der Eingriff allergrößte Sorgfalt. Verletzt ein Chirurg versehentlich die Stimmbandnerven, kann es zur Beeinträchtigung der Stimmbandfunktion kommen. Die Folgen sind Heiserkeit, bei beidseitiger Stimmbandnervenlähmung kommt es außerdem zu Atemnot.
„Und genau hier können wir mit dem kontinuierlichem Monitoring während des Eingriffs an der Schilddrüse die Funktion der Nerven überwachen“, sagt Dr. Thomas Ehmann.
Der Clou an dem Verfahren: Bei der Operation ist der Beatmungsschlauch mit einer Elektrode bestückt, die elektrische Reize wahrnimmt. Wird der Nerv während der Operation „gestresst“, meldet das Gerät dies sofort durch einen Warnton.
Dr. Thomas Ehmann sagt: „Studien belegen, dass sich durch Neuromonitoring Verletzungen und Lähmungen der Stimmbandnerven verhindern lassen.“
Die Schilddrüse befindet sich unterhalb des Kehlkopfes und ist etwa so groß wie eine Walnuss. Sie ist das zentrale Organ zur Regulierung des menschlichen Hormonhaushalts. In Deutschland ist Jodmangel der häufigste Grund für eine Vergrößerung und Funktionsstörung der Schilddrüse. Nicht immer lassen sich diese Probleme mit Medikamenten in den Griff bekommen. Dann kann eine Operation geboten sein, bei der die Schilddrüse teilweise oder vollständig entfernt wird.
Oberärztin Anke Meyer erklärte Rüffer und dem Ehepaar Schmitz die Funkionsweise des neuen Gerätes und erläuterte das Plus an Sicherheit für die Patienten.
Der Förderverein wirbt weiter für neue Mitglieder, beispielsweise mit einem Informationsstand auf dem oberen Neuen Markt vor der Bergischen Apotheke am Samstag, 26. Mai von 10 bis 12 Uhr. agr
Zurück