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04.04.2018

DJK Unitas Haan macht die „150“ voll


Bürgermeisterin Bettina Warnecke übergab eine symbolische Riesen-Ehrenamtskarte an Martin Blau, der der 150. Antragssteller und Besitzer der Haaner Ehrenamtskarte ist. HT-Foto: Antje Götze-Römer
Martin Blau, erster Vorsitzender der DJK Unitas Haan, nahm die 150. Ehrenamts-Karte entgegen.

Haan - In seiner Sitzung vom 28. Juni 2016 hat der Rat auf Antrag der Wählergemeinschaft Lebenswertes Haan (WLH) die Einführung einer Ehrenamtskarte in Haan einstimmig beschlossen. „Ohne das enorm große ehrenamtliche Engagement in Haan würde es weder einen ‘Haaner Sommer‘, noch die Lesepaten, die Kleiderkammer, Flüchtlingshilfe und vieles mehr geben“, lautete seinerzeit die Begründung der WLH.
„Die Ehrenamtskarte ist eine Wertschätzung den Ehrenamtlern gegenüber, und das ist wichtig“, sagt heute Bürgermeisterin Bettina Warnecke zu dem Angebot der Stadt Haan, das offiziell zum 1. März 2017 eingeführt wurde.
Seitdem haben sich viele Haaner um die Ehrenamtskarte bemüht. Am Freitag, 23. März konnte Martin Blau die 150. Ausgabe der goldenen Karte entgegennehmen. Einmal für die Hosentasche im Pocketformat und einmal fürs Foto in XXL.
„Ich habe nicht damit gerechnet, dass der Zulauf in Haan so groß sein wird“, gibt Bettina Warnecke zu. Immerhin sind auch die Diskussionen vor und während der besagten Ratssitzung vor fast zwei Jahren zwar nicht hitzig, aber durchaus kontrovers verlaufen.
Vor allem ein mit der Vergabe der Karte verbundener hohe Verwaltungsaufwand wurde befürchtet, Negativbeispiele genannt und auch die Kämmerin Dagmar Formella hatte Bedenken, dass diese Aufgabe zusätzliche verwaltungsinterne Ressourcen binde.
In der Tat - das tut sie! Aber damit es nicht ganz so weh tut, hat sich Anja Püschel, die das Vorzimmer der Bürgermeisterin besetzt, ganz besonders intensiv mit dem Thema beschäftigt. Dr. Jürgen Simon, der erst kürzlich zum Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung ernannt worden ist, habe sich intensiv um Angebote von Haaner Unternehmen für Inhaber der Ehrenamtskarte eingesetzt, sagt sie. Und vergisst dabei fast zu erwähnen, wie sie selber die Werbetrommel gerührt hat und - gemeinsam mit Sportverbandsvorstand Herbert Raddatz - dafür gesorgt hat, dass sie nun die 150. Karte ausstellen konnte.
Martin Blau erfüllt in jedem Fall die Voraussetzungen für den Erhalt der Ehrenamtskarte. Als Vorsitzender eines Handballvereins hat er jede Menge zu organisieren: Spielerverhandlungen führen, Vorstandssitzungen leiten, Personal für den Kirmesstand organisieren, die Spiele der Mannschaften ebenfalls. Nicht selten wartet er auch, eben weil sich gerade niemand anders gefunden hat, bei einem Spiel am Rande des Geschehens auf seinen Einsatz als „Wischer“ - denn wenn die Spieler zu viel Schweiß verlieren wirds gefährlich und die Schiedsrichter rufen den vom Verband vorgeschriebenen „Wischer“ herbei.
„Irgendwie bin ich auch immer das Mädchen für Alles“, sagt Blau. Und nicht alles lasse sich eben mit WhatsApp erledigen.
„Da kommen schon so einige Stunden zusammen“, sagt Blau, der gemeinsam mit sechs weiteren Unitas´lern bei Anja Püschel den Antrag gestellt hat. Die weiß: „Als grundlegende Voraussetzung für die Vergabe der Ehrenamtskarte gilt ein ehrenamtliches oder bürgerschaftliches Engagement von durchschnittlich wenigstens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr, zum Beispiel in einem Verein, in einer sozialen Einrichtung oder freien Vereinigung. Die Ehrenamtskarte soll insbesondere denjenigen Dank und Anerkennung aussprechen, die für ihr Engagement keine finanziellen Zuwendungen in Form von pauschalen Aufwandsentschädigungen erhalten“.
Mittlerweile haben sich die Vorteile der Ehrenamtskarte (Nachzulesen auf www.ehrensache-nrw.de/verguenstigungen/index.php) unter den Sportlern herum gesprochen: Eine Tasse Kaffee bei der Bäckerei Behmer beispielsweise oder ein kostenloser Ölwechsel bei Altmann Autoland, etliche Unternehmen bieten Vergünstigungen an.
Aber auch Nichtsportler, andere Institutionen und Vereine machen mit bei der Ehrenamtskarte. Spitzenreiter ist die Freiwillige Feuerwehr Haan (46 Karten) gefolgt vom Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM, 16), der Kleiderkammer (14) und dem Haaner Turnverein (14). Und viele Ehrenamtskarteninhaber sollen noch dazu kommen. agr
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