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08.03.2018

Haaner mit Säure schwer verletzt


Das schwer verletzte Opfer wurde mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen und schwebt derzeit nicht mehr in Lebensgefahr. HT-Foto: privat
Ein in Haan lebendes Vorstandsmitglied von innogy wurde am Sonntag Opfer eines Säureangriffs.

Haan - Nach dem Angriff auf einen 51 Jahre alten Mann aus Haan am Sonntag, 4. März ermittelt die Mordkommission der Düsseldorfer Polizei in Zusammenarbeit mit der zuständigen Staatsanwältin aus Wuppertal weiter auf Hochtouren. Sie geht derzeit von einem Mordversuch auf den Haaner aus.
Nach den bisherigen Ermittlungen wurde das 51-jährige Opfer am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr von zwei unbekannten Männern auf einem Fußweg in der Parkanlage am Karl-August-Jung-Platz unvermittelt angegriffen, zu Boden gebracht und mit Säure überschüttet. Danach flüchteten die Täter in unbekannte Richtung.
Der Mann konnte nach Hause laufen. Er erlitt schwerste Verletzungen. Alarmierte Rettungskräfte brachten ihn mit einem Hubschrauber in eine Klinik. Lebensgefahr konnten die Ärzte am Sonntagabend bereits ausschließen. Der Gesundheitszustand des Mannes ist derzeit stabil. Noch im Verlauf des Sonntags bestätigte das RWE-Tochterunternehmen innogy aus Essen mittels einer Pressemitteilung, dass es sich beim Mann um den Finanzvorstand Bernhard Günther handelt. „Wir sind tief geschockt. Die Nachricht von dem Anschlag hat uns alle sehr betroffen gemacht. Wir sind in unseren Gedanken bei Bernhard und seiner Familie und wünschen ihm baldige Genesung“, sagt der Vorstandsvorsitzende von innogy SE Uwe Tigges.
Am Sonntag fanden im Umfeld des Tatortes bereits umfangreiche Suchmaßnahmen - auch unter Einsatz eines Mantrailer-Hundes - statt. Es konnte Spurenmaterial aufgefunden werden, das untersucht wird. Bundesweit wurde noch am Abend in den Medien über den Anschlag berichtet.
Es wird derzeit in alle Richtungen ermittelt. Hintergründe und Motiv der Tat sind bislang unbekannt. Entsprechende Vernehmungen und Spurenauswertungen sowie die Suche nach den beiden circa 20 bis 30 Jahre alten Tätern dauern an.
Die Ermittler suchen insbesondere weiterhin nach Zeugen und richten sich mit folgenden Fragen an die Öffentlichkeit: Wer hat am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr verdächtige Personen im Bereich der Parkanlage am Karl-August-Jung-Platz beobachtet? Wer hat zwei Personen aus der Parkanlage flüchten sehen und kann Angaben über Fluchtrichtung und/oder Fluchtfahrzeuge machen? Wer hat in den Tagen zuvor verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge gesehen? „Bitte scheuen Sie sich nicht, der Polizei Beobachtungen mitzuteilen, die Sie eventuell zunächst für unwichtig erachtet haben“, bittet die zuständige Polizei in Düsseldorf.
Hinweise nimmt die MK Säure der Polizei Düsseldorf unter Telefon 0211/8700 entgegen. red
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