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31.01.2018

Ist der Kulturring noch zu retten?


Elke Groß und Rolf Heepe hoffen auf positive Nachrichten: Der Kulturring Haan braucht im Sommer eine neue Vorstandsmannschaft. HT-Foto: Antje Götze-Römer
Vorstandsmitglieder des Kulturrings Haan werden im Sommer diesen Jahres
zurücktreten.

Haan - „Aus beruflichen und persönlichen Gründen sieht sich der Vorstand nicht in der Lage, die für die Arbeit des Kulturrings erforderlichen zeitlichen Ressourcen bis zum Ende der regulären Wahldauer von zwei Jahren zur Verfügung zu stellen. Der Vorstand legt seine Ämter zum Ende der laufenden Spielsaison, also per 30. Juni 2018 nieder. Dies verbunden mit der großen Hoffnung, dass sich Personen finden, die die Arbeit des Kulturrings weiterführen. Sollte das nicht gelingen, bleibt in Konsequenz nur die Auflösung des Vereins.“
Der Satz aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung des Kulturrings Haan vom 23. Oktober des vergangenen Jahres schlägt ein wie eine Bombe und ist Ausdruck der derzeitigen Ratlosigkeit in den Reihen des Vorstandes des Kulturrings.
Rolf Heepe als 1. Vorsitzender, Elke Groß als 2. Vorsitzende, Renate Heepe als Schatzmeisterin sowie Friedhelm Nolten als Beisitzer leiten teilweise seit vielen Jahren den Verein, der 1969 von dem 2014 verstorbenen Bernhard Theusen gegründet wurde und Stand heute exakt 930 Mitglieder hat.
Die Aufgabe des Vorstandes ist es ein Kulturangebot für die Mitglieder zusammenzustellen. Pro Spielzeit sind dies zwischen 50 und 100 Veranstaltungen, zu denen insgesamt bis zu 2.500 Eintrittskarten vermittelt werden.
Der Verein organisiert nicht nur die Karten für Konzerte, Ballett, Schauspiel oder Kabarett, sondern auch Führungen durch Kunstausstellungen, wie zuletzt durch die Manet-Ausstellung im Von der Heydt-Museum im Wuppertal. An der wollten 80 Personen teilgenommen. „Darum haben wir zusätzliche Führungen gebucht“, berichtet Rolf Heepe, damit auch alle Interessenten teilnehmen konnten.
Organisiert werden auch die Transfers per Bus zu den Spiel- und Ausstellungsorten von Haan aus und nach Haan zurück. Dieses Angebot kann man annehmen, muss man aber nicht, erklärt Elke Groß.
Das diese Aufgaben arbeits- und damit zeitintensiv sind, erklärt sich von selber. „Wir können dies nicht mehr leisten, wir sind noch berufstätig und sind nun an unsere Grenzen gekommen“, sagt Rolf Heepe für den Gesamtvorstand.
Seit der Mitgliederversammlung habe man nach Lösungen gesucht, auch innerhalb der Mitgliedschaft. Aber der Arbeitsaufwand von rund 32 Stunden pro Woche schreckt ab - jedenfalls Ehrenamtler wie Groß und die Heepes.
„Darum könnten wir uns auch eine Honorarkraft vorstellen“, sagt Elke Groß. Aber auch wenn sich die findet, braucht der Verein einen Vorstand, damit er schon nicht von Amts wegen aufgelöst wird. Dazu soll es nicht kommen, und darum hoffen Groß und Heepe, dass sich Personen finden, die die verantwortungsvolle Arbeit im Kulturring Haan übernehmen. E-Mail: kulturring-haan.gmx.de. agr
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