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20.12.2017

Haan hat ein neues Jugendparlament


Die neu- und wiedergewählten Delegierten des Jugendparlaments hatten zuvor die Auszählung der Stimmen im Sitzungssaal des Rathauses verfolgt. HT-Foto: Stephan Korfe
Sowohl die Anzahl der Bewerber als auch die Wahlbeteiligung lagen auf einem
Rekordniveau.

Haan - Seit Samstag, 16. Dezember, hat Haan ein neues Jugendparlament. Zwölf Jugendliche im Alter von zwölf bis siebzehn Jahren werden sich jetzt wieder für die kommenden zwei Jahre für die Anliegen der Jugendlichen aus der Gartenstadt stark machen können.
Die 1.755 Stimmberechtigen an den Haaner Schulen gaben insgesamt 386 gültige Stimmen ab. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 22 Prozent.
„Damit haben wir das selbstgesteckte Ziel von zwanzig Prozent Wahlbeteiligung übertroffen“, sagte Jugendparlamentskoordinator Daniel Oelbracht, der die Wahl zusammen mit seiner Frau und dem Jugendreferenten Peter Burek geleitet hatte.
„Und trotz weniger Wahlberechtigten im Vergleich zu 2013 ist die Zahl der abgegeben Stimmen gewachsen!“. Mit achtzehn Bewerbern wurde außerdem eine neue Rekordbeteiligung der Haaner Jugendlichen verzeichnet. Im Einzelnen konnten dabei folgende Kandidaten die erforderlichen Stimmen (in Klammern) auf sich vereinen: Hewad Kamawall (51), Alexander Kraft (45), Roxy Zambon (42), Tessa Lukat (41), Maike Frommo (38), Dominik Budych (25), Philipp Günter (20), Leonie Wortmann (19), Janina Henning (18), Joe Schulz (15), Jan-Niklas Wollscheid (14) und Lukas Braun (13).
Alexander Kraft ist zum ersten Mal dabei, hat aber bereits konkrete Vorstellungen für seine Amtszeit: „Ich möchte die Sanierung der Kinderspielplätze voranbringen und ein Verbot des Tierzirkus. Außerdem möchte ich die Privatisierung in Haan beschränken!“, sagte er. Generell wünscht er sich ein „jugendfreundlicheres“ Haan.
Diesen Wunsch äußerten auch die Parlamentsneulinge Lukas Braun und Maike Frommo. Braun wünscht sich zum Beispiel, dass die Jugendlichen auch abends in Haan noch etwas erleben können. Frommo möchte Haan ebenfalls mit mehr Treffpunkten und einem Ausbau an Internet-Hot-Spots für Jugendliche attraktiver machen.
Neben den vielen neuen Gesichtern, befinden sich im neuen Parlament auch „alte Hasen“ wie Dominik Budych, der sich bewusst zur Wiederwahl gestellt hatte: „Ich finde, wir haben mit dem Jugendparlament einen großen Schritt gemacht. Das Jugendparlament ist bekannter geworden, und jetzt gilt es, das auszubauen und unsere angefangenen Projekte weiterzuführen!“
Bei den sechs Kandidaten, die den Sprung ins Parlament verpasst haben, zeigte sich jedoch keine Enttäuschung. Noch am Wahlabend erklärten sie einstimmig, das Jugendparlament trotzdem als beratende Mitglieder unterstützen zu wollen.
Zu den ersten Gratulanten am Wahlabend gehörten neben der Bürgermeisterin auch der bisherige Vorsitzende des alten Jugendparlaments, Lucio Dröttboom. „Wir haben viel erreicht“, sagte er. „Und ich wünsche mir, dass die neue Mannschaft das auch schafft!“
Für die neuen und alten Delegierten bedeutet dies zuerst, sich im neuen Jahr erst einmal zusammenzufinden. Ein Seminarwochenende unter der Leitung von Jugendparlamentskoordinator Daniel Oelbracht und Jugendreferent Peter Burek ist geplant.
„Grundsätzlich gilt es, die Jugendlichen in die kommunalen Prozesse einzuführen“, erläuterte Burek. Prozesse, in die das Jugendparlament bereits in den vergangenen Jahren immer stärker eingebunden wurde.
Sei es, dass die Jungparlamentarier beim Innenstadtkonzept mitreden oder sich um die Sicherheit im Straßenverkehr für Schüler einsetzen. Grundsätzlich wollen die Jugendlichen - gerade bei „Jugendthemen“ - informiert werden und sich einbringen.
„Das Jugendparlament wird auch viel stärker wahrgenommen“, sagte Daniel Oelbracht. Einerseits von den Jugendlichen selbst, was sich auch in der Wahlbeteiligung spiegelt, andererseits auch vonseiten der Stadtverwaltung.
In 2018 feiert das Jugendparlament dabei sein zehnjähriges Bestehen und es steht anzunehmen, dass die Haaner Jugendlichen weiter zu einem festen Faktor der Stadtpolitik werden wollen. sk
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