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19.07.2017

Bürgerstiftung spendiert Gartenhaus


Kurt Rudoba (Miteinander leben), Dieter Schauf und Angelos Tsangaris (Vorstand Bürgerstiftung) brachten die Stifterplakette an dem neuen Gartenhaus an. HT-Foto: Antje Götze-Römer
Das Haus F48 an der Friedrichstraße darf sich über ein neues Gartenhaus für die Bewohner freuen.

Haan - „Es hat ein wenig gedauert bis zur offiziellen Übergabe“, gibt Uwe Elker vom Verein „Miteinander in Haan“ zu. Der Beschluss des Stiftungsrates der Bürgerstiftung für Haan und Gruiten, dem Verein ein Gartenhaus für die Bewohner des Hauses an der Friedrichstraße 48 (F48) zu finanzieren stammt nämlich bereits aus dem vergangenen Jahr.
Rund 2.000 Euro hat die Bürgerstiftung dafür an Mitteln bereit gestellt, zuzüglich 500 Euro für eine befestigte Terrasse. Danach wurde ein altes, verrottetes Gartenhaus abgerissen, aber immerhin konnte das Fundament genutzt werden, um das neue Haus darauf aufzubauen.
Väter und Mütter der Bewohner des F48 haben die Aufbauarbeiten geleistet. Ein Dachdecker wurde damit beauftragt, für ein professionelles Dach zu sorgen, dann sollte gestrichen werden.
„Wir haben extra aus Schweden die typische rote und weiße Farbe besorgt, die man dort von den Häusern kennt“, erzählt Uwe Elker. Dann kam ein nasser Herbst und ein ungemütlicher Winter und schließlich ließ auch noch der Frühling auf sich warten, so dass die Farbe auf ihre weitere Verwendung warten musste.
„Schließlich sollte das Haus ja ordentlich aussehen“, sagt Uwe Elker.
Dann aber packten die Eltern der Bewohner wieder mit an und nun steht im neu gestalteten Garten neben einer Hollywoodschaukel und einen großflächigen Sitzgelegenheit auch noch ein Gartenhaus und ist bereit für die erste Nutzung durch die Bewohner.
Eine allererste Nutzung hat es am vergangenen Mittwoch, 12. Juli gegeben, als der Verein Miteinander in Haan Vertreter der Bürgerstiftung eingeladen hatte, um eine Stifterplakette über der Tür zum Gartenhaus anzubringen.
Die Stiftungsratsmitglieder Angelos Tsangaris, Norbert Julius, Dieter Schauf, Gabriele Römer und Petra van der Lest informierten sich über das finanzierte Projekt, aber auch über die Arbeit des Vereins, dem Kurt Rudoba vorsitzt.
Der gemeinnützige Verein wurde 2013 von Eltern junger Erwachsener mit Behinderungen gegründet. Er ist eine Selbsthilfeorganisation, die sich ehrenamtlich für Menschen mit Behinderungen einsetzt und eigeninitiativ Projekte initiiert, um das Leben von behinderten Menschen zu verbessern.
Der Verein Miteinander in Haan e.V. wurde gegründet, um ein selbstbestimmtes Leben für junge Menschen mit Behinderung zu ermöglichen und zu unterstützen.
Der Verein hat ein Wohnkonzept für behinderte Menschen mitten in der Stadt, in einem verkehrsberuhigten aber lebendigen Umfeld und mit professioneller Hilfe und Unterstützung, wie sie im Einzelnen gebraucht wird, umgesetzt, das F48.
Ziel des Vereins ist unter anderem die Beschaffung oder Vermittlung von eigenem Wohnraum, die Unterstützung bei der Betreuung und Pflege, die Förderung und Pflege sozialer Kontakte.
Der Verein wird unterstützend tätig in der Freizeitgestaltung durch die Schaffung eines ehrenamtlichen Netzwerkes, durch die Anschaffung beispielsweise eine Fahrzeugs für die Wege zur Freizeitgestaltung und vieles mehr.
Letzteres stellt das nächste größere Projekt für den Verein dar. Kurt Rudoba berichtet, dass die Bewohner zwar in verschiedenen Werkstätten arbeiten, diese auch organisieren, dass die jungen Leute morgens zu Arbeit abgeholt und nachmittags wieder nach Haan gebracht werden.
Aber wenn es danach um gemeinschaftliche Einkäufe oder Freizeitgestaltung geht, fehlt es nicht selten an der notwendigen Mobilität.
Dieter Schauf zeigte sich am vergangenen Mittwoch von der Arbeit des Vereins so sehr beeindruckt, dass er spontan privat 1.000 Euro für die geplanten Projekte des Vereins Miteinander in Haan spendete. agr
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