Kölsche Musik trifft auf Haaner Nachhaltigkeit
Die Kölner Band Cat Ballou gab ein Konzert auf dem Gelände der Haaner Felsenquelle.
Von Sylke Jacobs
Haan – Die Arme gehen nach oben, vor der Bühne wird mitgesungen und geschunkelt: Das Konzert von Cat Ballou am Samstag, 19. September, bei der Haaner Felsenquelle ist in vollem Gange. Die Besucherzahl ist vierstellig – und mittendrin treffen zwei Partner aufeinander, die auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein könnten: eine kölsche Band und ein Haaner Start-up. Was sie verbindet, sind gemeinsame Werte: Nachhaltigkeit, regionales Handeln, Sport und die Idee, gemeinsam etwas zu bewegen.
Cat Ballou und die Macher von ClimAid haben mehr gemeinsam, als es zunächst scheint. Die Kölner Band steht für Heimatverbundenheit und gesellschaftliches Engagement, ClimAid möchte Klimaschutz und nachhaltiges Handeln vor Ort konkret machen. Aus dieser Verbindung entstand die Idee für einen Konzertabend, der Musik und gute Laune mit einer Botschaft verbindet: global denken, regional handeln und gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Gemeinsam mit der Haaner Felsenquelle wurde daraus ein Open-Air-Konzert, bei dem diese Gedanken nicht nur auf der Bühne eine Rolle spielten, sondern sich auch in der Organisation widerspiegelten. Die Getränke kamen aus der Region, auch die Verkaufsstände wurden von Menschen und Vereinen aus Haan und Umgebung betrieben.
Haaner TV, SSVg Haan, TSV Gruiten und die DJK Unitas Haan halfen Seite an Seite an den Getränke- und Verkaufsständen mit und waren damit nicht nur Teil des Publikums, sondern aktive Mitgestalter des Abends.
Auch finanziell kam die Veranstaltung dem Haaner Vereinsleben zugute: Von jedem verkauften Eintrittsticket gingen zwei Euro an Haaner Vereine.
Das eigens für dieses Event entworfene Trikot stand ebenfalls für das regionale Miteinander. Stephan Römer, Geschäftsführer der Haaner Felsenquelle und von ClimAid, sowie Maximilian Lein aus der Marketingabteilung stellten es auf der Bühne vor. Die Trikots konnten an diesem Abend gekauft werden, ein Teil der Einnahmen floss ebenfalls an die Vereine.
„Denk global und trink lokal“ lautet einer der Slogans der Haaner Felsenquelle. Für Seniorchef Helmut Römer sowie die beiden Junior-Geschäftsführer Thomas und Stephan Römer ist das mehr als nur ein Spruch. „Wir setzen bewusst auf regionale Kunden und kurze Wege“, erläuterte Helmut Römer. Gleichzeitig soll der Blick über die Region hinausgehen – auf Klimaschutz, einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und die Frage, was jeder vor Ort tun kann.
Dazu gehört aus Sicht von ClimAid auch der Sport. Ein gesundes und aktives Leben soll gefördert werden – möglichst verbunden mit einem bewussten Umgang mit der Umwelt. So stellt ClimAid beispielsweise einen E-Bus für Haaner Mannschaften zur Verfügung.
Dass sich an diesem Abend so viele Menschen für die Veranstaltung begeistern ließen, liegt nach Ansicht von Iris Dörnhöver, die sowohl bei Unitas als auch beim HTV aktiv ist, auch am Konzept: „Sport, Gemeinschaft und regionale Verbundenheit, das alles kommt hier zusammen.“
Gut ins Konzept passten auch die Flying Ducks von der Musikschule Haan: Nachwuchsmusiker aus der Region bekamen eine große Bühne und die Chance, ihr Können vor einem vierstelligen Publikum zu zeigen. Die vier Haaner Schüler eröffneten das Open Air mit einer energiegeladenen Mischung aus Rock, Punk und Metal.
Danach gehörte die Bühne Cat Ballou. Im wechselnden Bühnenlicht spielte die Band ihre bekannten Songs, das Publikum sang mit, schunkelte zu den Beats, reckte die Arme in die Höhe und feierte bei bester Stimmung einen besonderen Abend auf dem Gelände der Haaner Felsenquelle – zwischen aufgestapelten Wasserkästen, in großer und zugleich familiärer Atmosphäre.
