„Haan braucht einen Pakt für den Sport“
Der Haaner Treff sprach mit Hanno Krüger, dem neuen Vorsitzenden der DJK Unitas Haan.
Von Antje Götze-Römer
Haan – Hanno Krüger ist neuer Vorsitzender der DJK Unitas Haan. Im Gespräch erklärt er, warum er sich engagiert, welche Chancen er in der Zusammenarbeit der Vereine sieht und was der Haaner Sport aus seiner Sicht dringend braucht.
Haaner Treff: Herr Krüger, Sie sind zum neuen Vorsitzenden der DJK Unitas Haan gewählt worden. Was reizt Sie an dieser Aufgabe?
Hanno Krüger: Mein Engagement bei der DJK Unitas beruht auf der großen Begeisterung für die Vielfalt und Dynamik dieses Vereins. Die Unitas verzeichnet einen starken Mitgliederzuwachs und steht damit vor spannenden Aufgaben in der Vereinsentwicklung. Besonders wichtig wird es sein, die erfolgreiche Nachwuchsarbeit und den Leistungssport nachhaltig miteinander zu verbinden. Diesen Weg möchte ich gemeinsam mit den vielen engagierten Menschen im Verein gestalten.
HT: Sie sind beruflich beim Landessportbund Nordrhein-Westfalen tätig. Welche Themen bringen Sie aus dieser Arbeit mit in den Verein?
HK: Für mich sind Kinder- und Jugendarbeit, Vereinsentwicklung und die Zukunft des organisierten Sports zentrale Themen. Gerade Sportvereine leisten vor Ort sehr viel: Sie schaffen Gemeinschaft, fördern junge Menschen und bieten verlässliche Strukturen. Diese Bedeutung möchte ich auch in Haan stärker sichtbar machen.
HT: Bis Dezember übernehmen Sie übergangsweise sowohl den Vorsitz der DJK Unitas als auch den Vorsitz der SSVg 06 Haan. Wie soll das funktionieren?
HK: Bis zur Mitgliederversammlung der SSVg 06 Haan im Dezember werde ich übergangsweise beide Vorsitzendenämter ausüben. Bei der dortigen Mitgliederversammlung werde ich mich nicht erneut zur Wahl für den Vorstand stellen. Diese zeitlich klar begrenzte Übergangsphase ist mit beiden Vereinen offen abgestimmt.
Ich bin mir der damit verbundenen Verantwortung und des zusätzlichen zeitlichen Aufwands sehr bewusst. Durch eine klare Aufgaben- und Terminplanung sowie die hervorragende Einarbeitung und Unterstützung bei der DJK Unitas bin ich überzeugt, beide Aufgaben bis Dezember zuverlässig wahrnehmen zu können.
HT: Sie betonen immer wieder die Zusammenarbeit der Haaner Sportvereine. Warum ist Ihnen dieser Punkt so wichtig?
HK: In der vereinsübergreifenden Zusammenarbeit sehe ich eine große Chance für den gesamten Haaner Sport. Bereits in den vergangenen zwei Jahren war es mir ein wichtiges Anliegen, die Kooperation zwischen den Haaner Sportvereinen zu stärken. Veranstaltungen und Projekte wie das Hahnenköppen, das HOA-Festival und das gemeinsame Kirmestrikot zeigen, was wir miteinander auf den Weg bringen können.
HT: Was braucht der Haaner Sport aus Ihrer Sicht besonders dringend?
HK: Auch künftig möchte ich mich nicht allein für den Handballsport und die DJK Unitas einsetzen, sondern für starke Sportvereine und gute Rahmenbedingungen in ganz Haan. Trotz der schwierigen kommunalen Haushaltslage benötigen die Vereine dringend zusätzliche Hallenkapazitäten sowie die konsequente Instandsetzung der städtischen Sporthallen und Sportplätze.
HT: Sie sprechen in diesem Zusammenhang von einem „Pakt für den Sport“. Was meinen Sie damit?
HK: Aus meiner Sicht braucht Haan einen verbindlichen „Pakt für den Sport“. Die Sportanlagen gehören außerhalb der Schulzeiten zu den wichtigsten und am stärksten frequentierten Orten für Kinder und Jugendliche in unserer Stadt. Investitionen in diese Infrastruktur sind daher zugleich Investitionen in Jugendförderung, Gemeinschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
HT: Die DJK Unitas ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Welche Aufgaben ergeben sich daraus für den Verein?
HK: Der starke Mitgliederzuwachs ist eine sehr positive Entwicklung, bringt aber auch Verantwortung mit sich. Es geht darum, Strukturen weiterzuentwickeln, Ehrenamtliche einzubinden und gute Bedingungen für Training, Spielbetrieb und Vereinsleben zu schaffen. Besonders wichtig wird sein, Nachwuchsarbeit und Leistungssport so miteinander zu verbinden, dass der Verein langfristig stabil wachsen kann.
HT: Was wünschen Sie sich für die kommenden Jahre?
Ich wünsche mir, dass wir die Begeisterung im Verein weiter stärken und gemeinsam gute Lösungen für die anstehenden Aufgaben finden. Gleichzeitig hoffe ich, dass der Sport in Haan insgesamt die Aufmerksamkeit und Unterstützung bekommt, die er verdient. Starke Vereine sind wichtig für Kinder, Jugendliche und das gesellschaftliche Miteinander in unserer Stadt.
