Warntag verlief ohne Probleme

Die Feuerwehr Haan ist mit dem Verlauf des Warntages 
zufrieden. Eine 
Sirene in Gruiten blieb wegen eines bereits bekannten Defekts stumm.

Von Antje Götze-Römer
Haan – Beim bundesweiten Warntag am Donnerstag, 10. September, haben die Sirenen in Haan nach Angaben von Tim Cramer, Sachgebietsleiter Einsatzorganisation bei der Feuerwehr Haan, wie geplant ausgelöst.
Technische Probleme oder Auffälligkeiten habe es nicht gegeben. Die Feuerwehr Haan sei mit dem Ablauf des Warntages und der vorherigen Kommunikation zufrieden, teilte Cramer auf Anfrage mit.

Eine Rückmeldung aus der Bevölkerung gab es dennoch: Ein Bürger aus Gruiten meldete sich telefonisch, weil er keinen Warnton hören konnte. Grund war nach Angaben Cramers ein Defekt an der für ihn zuständigen Sirene an der Prälat-Marschall-Straße. Dieser Defekt sei der Feuerwehr bereits im Vorfeld bekannt gewesen. Weitere Rückmeldungen aus der Bevölkerung lagen bis zu Cramers Mitteilung nicht vor.
Auch die digitalen Warnwege wurden getestet. Nach eigener Wahrnehmung und Rückfrage im Kollegenkreis hätten sowohl die Alarmierung als auch die Entwarnung über Cell Broadcast und die Warn-Apps funktioniert, teilte Cramer mit.
Der Probealarm begann um 11 Uhr mit einem einminütigen Dauerton, der im Ernstfall „Entwarnung“ bedeutet. Nach einer fünfminütigen Pause folgte um 11.06 Uhr ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton als eigentliches Warnsignal. Um 11.12 Uhr schloss erneut ein einminütiger Dauerton zur Entwarnung den Test ab.
Beim weiteren Ausbau des Sirenennetzes in Haan sind nach Angaben Cramers derzeit drei von neun Sirenen funktionsfähig aufgebaut. Fünf weitere Sirenen seien bereits errichtet, aber noch nicht funktionsfähig. Eine Sirene müsse noch aufgebaut werden.
Auch kreisweit verlief der Warntag nach Angaben des Kreises Mettmann ohne Probleme. „Alles hat reibungslos funktioniert“, sagte Kevin Riebau, stellvertretender Leiter der Kreisleitstelle. Rückmeldungen über defekte Anlagen habe es bis zum Mittag nicht gegeben.
Auch Anrufe verunsicherter Bürgerinnen und Bürger seien bei der Kreisleitstelle nicht eingegangen. Zusätzlich zu Sirenen, Warn-Apps und Cell Broadcast hatte sich der Kreis auf das Programm von Radio Neandertal aufgeschaltet.
Ziel des bundesweiten Warntages ist es, die technischen Abläufe zu überprüfen und die Bevölkerung mit den Warnsignalen vertraut zu machen. Im Ernstfall sollen Bürgerinnen und Bürger bei einer Warnung geschlossene Räume aufsuchen, Türen und Fenster schließen und das Radio einschalten. Die Notrufnummern 110 und 112 sollen nur in tatsächlichen Notfällen gewählt werden.