Trockenheit: Feuerwehr warnt 
vor extrem hoher Brandgefahr

Die Feuerwehr Haan musste in den 
vergangenen Tagen mehrfach zu 
Vegetationsbränden ausrücken.

Haan – Trockene Wiesen, aufgeheizte Flächen und achtlos weggeworfene Zigarettenkippen: Die Feuerwehr Haan warnt aktuell vor einer hohen Gefahr durch Vegetationsbrände. In den vergangenen Tagen mussten die Einsatzkräfte gleich mehrfach ausrücken.
Bereits Anfang der vergangenen Woche brannte an der Stadtgrenze zwischen Haan und Solingen eine größere Fläche. Die Feuerwehr Haan unterstützte dabei die Feuerwehr Solingen bei den Löscharbeiten. Ein weiterer Einsatz folgte nach Angaben der Haaner Wehr im Bereich der Parkstraße. Dort standen nahe des Waldorfkindergartens rund 20 Quadratmeter Wiese in Flammen. Die Einsatzkräfte konnten den Brand schnell löschen und verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitete.
Kleine Ursache, große Wirkung
Die Einsätze zeigen nach Einschätzung der Feuerwehr, wie angespannt die Lage derzeit ist. Durch die anhaltende Trockenheit können bereits kleine Auslöser genügen, um Gras, Gestrüpp oder Laub in Brand zu setzen.
Besonders tückisch: Feuer kann sich auf ausgetrocknetem Untergrund rasch ausbreiten – vor allem, wenn Wind hinzukommt oder die Flächen schwer zugänglich sind.
Viele Menschen denken bei Wald- und Flächenbränden zunächst an Bilder aus Südeuropa, etwa aus Spanien oder Frankreich. Doch auch vor der eigenen Haustür ist Vorsicht geboten.
Vegetationsbrände entstehen nicht nur in großen Waldgebieten, sondern auch auf Wiesen, an Böschungen, an Wegrändern oder in der Nähe von Gärten, Spielplätzen und Einrichtungen.
Die Feuerwehr appelliert deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, aufmerksam zu sein und vermeidbare Risiken konsequent zu unterlassen. Dazu gehört vor allem, keine Zigarettenkippen oder andere brennende Gegenstände in die Natur zu werfen.
Auch offenes Feuer und Grillen auf trockenen Wiesen oder in Waldnähe können gefährlich werden. Fahrzeuge sollten nicht auf trockenem Gras abgestellt werden, da heiße Fahrzeugteile Vegetation entzünden können. Glasflaschen und Müll sollten grundsätzlich wieder mitgenommen werden.
Wer Rauch oder Feuer bemerkt, sollte nicht zögern und sofort den Notruf 112 wählen.
Für die Einsatzkräfte zählt im Ernstfall jede Minute. Die Feuerwehr formuliert es deutlich: Lieber einmal zu früh melden als zu spät.
Eine Orientierung zur aktuellen Gefahrenlage bieten die Warn- und Informationsangebote des Deutschen Wetterdienstes. Der DWD veröffentlicht unter anderem den Waldbrandgefahrenindex und den Graslandfeuerindex. Beide zeigen die meteorologische Brandgefahr in mehreren Stufen an und werden saisonal bereitgestellt.⋌agr