Finissage bringt Demarys Kunst 
und Gahlers Klangwelten zusammen

Ausstellung endet am Freitag, 17. Juli, mit einem Konzert des Düsseldorfer Jazzpianisten 
Sebastian Gahler.

Von Antje Götze-Römer
Haan – Wer die Ausstellung von Frank Demary in der Alten Pumpstation noch sehen möchte, bekommt am Freitag, 17. Juli, eine letzte Gelegenheit dazu. Um 19 Uhr die Finissage – verbunden mit einem Konzert des Düsseldorfer Jazzpianisten Sebastian Gahler.
Für den Kulturverein Alte Pumpstation ist die Ausstellung schon jetzt ein besonderer Erfolg. Im Gespräch mit unserer Zeitung bezeichneten Jochen Füge und Jochen Siebel vom Kulturverein die Schau als „tollen Erfolg“ – sogar als die bislang erfolgreichste Ausstellung in der Alten Pumpstation. „Wir sind ja kein Museum, sondern ein Ort, an dem Kunst wirken kann“, sagte Füge. Zur Eröffnung seien rund 120 Besucherinnen und Besucher gekommen, im Verlauf der Ausstellung dürften es insgesamt etwa 200 gewesen sein. Es sei „immer Betrieb“ gewesen, die Nachfrage sei hoch gewesen. Siebel führt das große Interesse auch auf den Ortsbezug des Künstlers zurück: Frank Demary lebt in Haan und hatte in der Alten Pumpstation seine allererste Ausstellung. Eine weitere Ausstellung sei derzeit nicht geplant. Damit ist die Finissage vorerst die letzte Gelegenheit, seine teils skurrilen Werke und Objekte in der Pumpstation in Augenschein zu nehmen.
Die Ausstellung erstreckt sich über mehrere Ebenen und zeigt, wie offen Demary mit Materialien arbeitet. Zu sehen sind unter anderem bearbeitete Alltagsobjekte, Verpackungen, Fundstücke und großformatige Arbeiten. Viele Werke entstehen aus Dingen, die andere vermutlich nicht mehr beachten würden. Demary verarbeitet sie, bemalt sie, verändert sie – und gibt ihnen einen neuen Zusammenhang.
Bei der Finissage kommt nun eine weitere Ebene hinzu: die Musik. Füge und Siebel betonen, dass die Kunstwerke in Kombination mit Klang noch einmal anders wirken können als bei einem reinen Ausstellungsbesuch. Genau diesen besonderen Rahmen soll das Konzert von Sebastian Gahler schaffen.
Gahler war bereits 2022 in der Alten Pumpstation zu Gast. Diesmal bringt er sein Programm „Electric Stories“ mit. Laut Ankündigung verbindet der Düsseldorfer Jazzpianist elektronische Klangwelten mit spannenden Erzählungen – intensiv, experimentell und atmosphärisch. Nach dem Erfolg seines von Haruki Murakami inspirierten Albums „Two Moons“ legt Gahler mit „Electric Stories“ ein Programm vor, das groove-basierten High-Energy-Jazz mit klanglichen Experimenten verbindet. Unter dem Motto „Gahler goes electric“ orientiert sich das Sound-Setting am Elektro-, Funk- und Fusion-Jazz der 1960er- und 70er-Jahre. Statt am klassischen Flügel sitzt Gahler dabei hinter Vintage-Keyboards. Zum Klangbild gehören unter anderem Fender Rhodes, Wurlitzer-E-Piano, Hammond-Orgel, Moog-Synthesizer und Hohner String Performer. Gemeinsam mit seinem Ensemble, darunter Denis Gäbel am Tenorsaxofon, entsteht ein Abend mit dynamischen Grooves, stilistischer Vielfalt und modernen Sounds. Das Finissagekonzert beginnt am Freitag, 17. Juli, um 19 Uhr in der Alten Pumpstation. Karten kosten 20 Euro, ermäßigt 10 Euro, und sind im Vorverkauf über Neanderticket erhältlich.