Tafel Haan zieht in neue Räume
Nach langer Suche befinden sich bald das Lager und die Ausgabe unter einem Dach.
Haan – Nach einer intensiven und langwierigen Suche hat die Tafel Haan einen neuen Standort gefunden. Künftig werden Lager und Lebensmittelausgabe in einer Gewerbehalle an der Memeler Straße 20 untergebracht sein.
Nach Klärung aller offenen Fragen konnte inzwischen der Mietvertrag unterzeichnet werden. Die Planungen für den Umzug laufen bereits, ein genauer Termin für die Eröffnung der neuen Räumlichkeiten steht jedoch noch nicht fest.
„Seit vielen Monaten ist die Tafel auf der Suche nach einem neuen Standort“, berichtet Pressesprecher Harald Schmelzer. Die Freude über die gefundene Lösung sei groß.
Auch Hubert Bader, ehemaliger Geschäftsführer des SKFM Hilden-Haan, zeigt sich erleichtert: „Die bisherigen Räumlichkeiten waren nach fast 20 Jahren durch die Trennung von Ausgabe und Lager zu einer erheblichen Belastung für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer geworden.“
Die Suche nach geeigneten Räumen gestaltete sich zunächst schwierig. Mehrfach mussten aussichtsreiche Optionen verworfen werden, weil bauliche Voraussetzungen nicht erfüllt werden konnten oder die Finanzierung nicht darstellbar war. Der Haaner Treff berichtete. Umso größer ist die Erleichterung, dass nun eine passende Immobilie gefunden wurde.
Die neue Gewerbehalle bietet eine Nutzfläche von rund 450 Quadratmetern und eröffnet der Tafel deutlich bessere Arbeitsbedingungen. Ein Teil der Fläche wird zudem von der benachbarten Hildener Tafel als Außenlager sowie vom SKFM Hilden-Haan als Archiv genutzt. Dadurch können zumindest Teile der laufenden Mietkosten refinanziert werden.
Trotzdem stellt der Umzug die Tafel vor erhebliche finanzielle Herausforderungen. Die Kosten für den notwendigen Innenausbau sowie für Miete und Nebenkosten werden vollständig aus Spenden finanziert. In den neuen Räumen müssen unter anderem Kühl- und Lagermöglichkeiten, ein Sortierraum, eine Ausgabestelle, eine Küche, Aufenthaltsräume für die Ehrenamtlichen sowie Büroräume eingerichtet werden. Hinzu kommen die Kosten für den eigentlichen Umzug.
Unterstützung erhält die Tafel dabei von der Kultur- und Sozial-Stiftung der Stadt-Sparkasse Haan sowie der Bürgerstiftung für Haan und Gruiten. Beide Stiftungen fördern das Projekt „Umzug“ mit einer beträchtlichen finanziellen Zuwendung.
Da die Arbeit der Tafel überwiegend durch Spenden getragen wird, hofft das Team auch weiterhin auf die Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen aus der Region. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass uns einige Sponsoren langfristig bei der Bewältigung der Miet- und Nebenkosten unterstützen werden“, erklärt Hubert Bader.
Bis zum Umzug bleibt der Betrieb der Tafel in den bisherigen Räumen an der Ellscheider Straße 42 bis 46 uneingeschränkt gewährleistet.
Ein besonderer Dank gilt nach Angaben der Verantwortlichen Sven Geiß, Standortleiter der Immobilie von ZwickRoell in Haan. Durch sein Entgegenkommen bei den Umbauplanungen habe er dazu beigetragen, die wichtige soziale Arbeit der Tafel auch künftig zu ermöglichen. Dies unterstreiche die Bedeutung der Einrichtung für viele Menschen in Haan.
Mit dem neuen Standort verbinden die Verantwortlichen zudem weitere Perspektiven für die Zukunft. Derzeit versorgt die Tafel wöchentlich bis zu 180 Kundinnen und Kunden. Um die hohe Nachfrage besser zu verteilen und Wartezeiten zu verkürzen, wird bereits über einen zweiten Ausgabetag nachgedacht.
Für die Umsetzung dieser Pläne fehlen allerdings derzeit noch die notwendigen personellen Ressourcen. „Dafür reichen unsere Kapazitäten momentan leider nicht aus“, sagt Harald Schmelzer.
Gesucht werden daher zusätzliche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die Ausgabe und die Logistik. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 02129/2628 bei der Tafel Haan melden. Nach vorheriger Absprache ist auch ein unverbindlicher Schnuppertag möglich.
Mit dem Umzug an die Memeler Straße beginnt für die Tafel Haan nach fast zwei Jahrzehnten am bisherigen Standort ein neues Kapitel. Die verbesserten räumlichen Bedingungen sollen dazu beitragen, die wichtige Unterstützung für Menschen in schwierigen Lebenslagen auch künftig zuverlässig und zukunftssicher fortzuführen.⋌ag
