Basketball liegt voll im Trend
Die Basketball- Abteilung des Haaner Turnvereins (HTV) erlebt einen Aufschwung.
Von Sylke Jacobs
Haan – Die Basketballabteilung des Haaner Turnvereins (HTV) freut sich derzeit über regen Zulauf. Immer mehr Kinder und Jugendliche entdecken den schnellen Mannschaftssport für sich. Ein Grund dafür liegt laut Abteilungsleiterin Yvonne Grauer in den Erfolgen auf internationaler Ebene: „Die deutschen Nationalmannschaften haben in den vergangenen Jahren großartige Titel gewonnen.“ Das wirke sich auch lokal aus.
Dabei blickt die Basketballabteilung des HTV auf eine recht beachtliche Geschichte zurück. Bereits in den 1970er-Jahren wurde in Haan Basketball gespielt, 1985 folgte die erste Meisterschaftsrunde. Ihren sportlichen Höhepunkt erlebte die Abteilung zwischen 1990 und 2000. Damals gingen sechs bis sieben Mannschaften an den Start, darunter ein Damenteam in der Bundesliga. Auch die Jugend war erfolgreich und gewann Meisterschaften auf NRW-Ebene – vergleichbar mit der heutigen Regionalliga.
Yvonne Grauer leitet die Basketballabteilung des HTV und kümmert sich vor allem um die Jugendförderung. Die Kinder und Jugendlichen sind zwischen sieben und 16 Jahre alt. Ab 17 würden sie schrittweise an den Seniorenbereich herangeführt. „Wir wollen die Kinder langfristig entwickeln, damit sie später konkurrenzfähig sind.“ Diese Zukunftsstrategie vertritt auch Vereinsvorstand Holger Weiß: „Eine breite Jugendbasis schafft großes Potenzial für den Erwachsenenbereich. Gleichzeitig soll der Leistungsgedanke altersgerecht wachsen.“
Drei Jugendteams, eine Herrenmannschaft und mehrere Hobbygruppen bilden die Grundstruktur der Abteilung. Eine Damenmannschaft gibt es seit 2011 nicht mehr.
Entscheidend für den Aufschwung sei das Engagement im Verein, meinte Grauer. Trainer wie Marian Büscher, verantwortlich für die U12 und die Herren, sowie Co-Trainer Shkelzen Daka investieren viel Zeit. „Von 61 vor Corona ist die Abteilung inzwischen auf 116 Mitglieder angewachsen.“
Warum Basketball so fasziniert, beschreibt Elias, der seit einem Jahr dabei ist: „Ich mag, dass man viel Laufen muss. Und das Werfen in den Korb ist cool.“ Grauer ergänzt: „Basketball ist schnell, es passiert ständig etwas. Selbst bei 20:0 Rückstand ist ein Spiel nicht entschieden – alles ist noch drin.“ Wichtig, zu Beginn sei Geduld gefragt, denn Technik und Ballgefühl müssten wachsen. Körpergröße könne zwar helfen, insbesondere beim Korbwurf – doch Schnelligkeit und Wendigkeit seien ebenso wichtig. Zudem hätten gerade im Kinderbereich neue Regeln, angepasste Spielzeiten und niedrigere Körbe den Sport attraktiver gemacht.
Trotz des Aufschwungs fehlt es teilweise an Infrastruktur: „Einige Sporthallen in Haan entsprechen nicht mehr den modernen Anforderungen. Veraltete Linien, nicht höhenverstellbare Körbe – da fehlen die Voraussetzungen für Turniere“, sagte Holger Weiß.
Dennoch blickt der Verein zuversichtlich in die Zukunft und zeigt sich offen. Denn Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht – neue Spieler, Trainer, engagierte Eltern für Kampfgerichte oder Helfer bei Veranstaltungen sind herzlich willkommen.
