Sie machen Haan lebenswert

Für ehrenamtliches Engagement sind zehn Preisträger mit der Ehrengabe der Stadt ausgezeichnet worden.

Von Knut Reiffert
Haan – Alle fünf Jahre gibt es für Menschen, die sich in herausragender Weise für den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft einsetzen, die sogenannte Ehrengabe. In einer feierlichen Sondersitzung des Stadtrats in der Aula des Gymnasiums erhielten diesmal gleich zehn Preisträger die gläserne Skulptur und eine individuelle Urkunde.
Vorgeschlagen werden konnten die Kandidaten vom Bürgermeister, seiner Vorgängerin, den Ratsfraktionen sowie Haaner Verbände und Organisationen. Im Dezember war die Liste der aktuellen Preisträger vom Stadtrat abgesegnet worden.
„Jede Preisträgerin und jeder Preisträger steht für einen anderen Bereich unserer städtischen Gemeinschaft“, stellte Vincent Endereß fest. Vielfältige Schnittstellen zwischen den Initiativen ergäben ein lebendiges Mosaik, das zeige, wie vielfältig und lebendig das Engagement in Haan sei. Die Verdienste der Ausgezeichneten würdigte der Bürgermeister jeweils im Wechsel mit seinen Stellvertretern Simone Kunkel-Grätz (SPD) und Jens Lemke (CDU). Für die musikalischen Beiträge sorgte Tomoko Yanai (Klavier) zusammen mit Joshua und Jesper Kröger von der Musikschule.
Neue Träger der Ehrengabe der Stadt Haan sind:
– Margret Raddatz Zunächst als Dozentin der Volkshochschule und der Musikschule hat sie sich seit 1969 ebenso als Übungsleiterin beim Haaner TV in den Dienst der Stadtgesellschaft gestellt. 18 große Auftritte mit bis zu 180 Tänzerinnen sind ihr Verdienst. Seit 2024 leitet sie den Spontan-Chor.
– Dr. Rolf-Peter Zaß Der angesehene Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin hat schon mehrere Generationen behandelt und engagiert sich seit vielen Jahren bei Kipkel für Kinder psychisch kranker Eltern. Unter anderem durch Spenden, die er bei Sponsoren-Radfahrten mit dem Team „Langer Atem“ sammelt.
– Wir sind Haan Mehr als 1000 Haanerinnen und Haaner sind in den 55 Interessensgruppen des bundesweit einzigartigen Netzwerks aktiv. Zunächst für Senioren gedacht, hat sich die Bürgergemeinschaft ohne Mitglieder und ohne Beiträge 2025 altersmäßig nach unten geöffnet und bietet viel mehr als Freizeitaktivitäten.
– Friedhelm Kohl Der Steuerberater hat als langjähriges Ratsmitglied (FDP) für die Selbstständigkeit der Stadt Haan gekämpft und als Verwaltungsrat der Stadt-Sparkasse für deren Eingenständigkeit. Beides mit Erfolg. Zudem ist er Mitbegründer des Haaner Tennis-Clubs
– Cornelia Heinze Die überzeugte „Macherin“ sorgt seit 2024 als Leiterin der Haaner Arbeiterwohlfahrt (AWO) dafür, dass der Treff an der Breidenhofer Straße zentrale Anlaufstelle für viele Bürgerinnen und Bürger in unterschiedlichen Lebenssituationen ist. Mit innovativen Angeboten wie „Gemeinsam statt einsam – Kochen gegen Einsamkeit“ sichert sie die Zukunft der AWO in Haan.
– Kulturring Haan Seit mehr als 50 Jahren ermöglicht der Verein Kennern und Entdeckern – unter anderem mit dem Kulturbus – den Besuch von Opern, Theatern und Museen in Haan und Umgebung. Jugendlichen bietet der Kulturring diese Erlebnisse durch subventionierte Tickets.
– Anke Diekamp bildet beim Haaner TV den Nachwuchs und als Multiplikatorin auch Trainer in Sachen Rhythm & Dance aus. Ein Schwerpunkt dabei: Kinder- und Jugendschutz. Bei der Kirmes ist die Haanerin seit 2016 Ansprechpartnerin, wenn Kinder verloren gehen.
– Christliche Hospiz und Trauerbegleitung (CHT) Der 2005 in Haan gegründete Verein begleitet an der Dieker Straße mit unterschiedlichen Angeboten schwerkranke, sterbende Menschen und deren Angehörige auf dem letzten Weg. Zudem hat die CHT mittlerweile selbst mehr als 100 Hospizbegleiterinnen und -begleiter ausgebildet.
– Malteser Hilfsdienst – Der Haaner Ortsverband hat aktuell rund 40 aktive Mitglieder. Die sind an den Wochenenden mit Kranken- oder Rettungswagen im Einsatz, leiten den Sanitäts- und Rettungsdienst bei der Kirmes und stehen Unterstützungsbedürftigen mit mobilen Einkaufs-, Besuchs- und Kulturbegleitdiensten zur Seite.
– Familie Bornträger Für sie ist der Bürgergarten im Schillergarten eine Herzensangelegenheit. Zusammen mit vielen anderen Mitstreitern hat sie aus einem verwilderten Areal unter anderem ein 100 Quadratmeter großes Hochbeet mit unterschiedlichsten Pflanzen entwickelt. Zum Engagement gehören auch Bildungsprojekte für Kinder – vom Bau von Insektenhotels über kreative Aktionen mit Samenbomben.