Vandalismus an Haaner Schulen: 
Polizei ermittelt Tatverdächtige

Bei einem 17- und einen 19-Jährigen wurden Durchsuchungsbeschlüsse durchgesetzt.

Haan – In den Weihnachtsferien waren zunächst noch unbekannte Täterinnen oder Täter in eine Gesamt- und in eine Grundschule in Haan eingebrochen. Sie verwüsteten in der Gesamtschule mehrere Klassenräume, Schultoiletten sowie das Schülercafé und verursachten zudem einen größeren Wasserschaden.
Wenige Tage später wurde dann die Grundschule „Bollenberg“ Ziel von Einbrechern, die obendrein ein Lehrerzimmer in Brand setzten, was ebenfalls zu einem enormen Schaden führte. Der Haaner Treff berichtete von beiden Fällen.
Im Zuge der Ermittlungen verdichteten sich nach der Auswertung von Spuren an den Tatorten die Hinweise auf zwei Tatverdächtige: Bei ihnen handelt es sich um einen 19 Jahre alten Italiener sowie einen 17-jährigen Syrer – beide leben in Haan.
Am frühen Dienstagmorgen, 27. Januar, vollstreckte die Polizei entsprechende Durchsuchungsbeschlüsse bei den beiden Tatverdächtigen und stellte hierbei Beweismittel sicher. Die genauen Tatbeteiligungen oder mutmaßlichen Beweggründe der beiden Verdächtigen sind noch Gegenstand der weiteren Ermittlungen, ebenso dauert die Auswertung der sichergestellten Beweismittel noch an. Gegen die beiden Verdächtigen wurden entsprechende Verfahren eingeleitet.
„Die Einbrüche in die beiden Schulen haben viele Menschen in Haan bewegt und insbesondere Eltern, Schülerinnen und Schüler verunsichert. Umso glücklicher bin ich, dass unserer Polizei nun ein wesentlicher Fortschritt bei den Ermittlungen gelungen ist. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die hierzu beigetragen haben“, kommentierte Landrätin Bettina Warnecke, Leiterin der Kreispolizeibehörde Mettmann, den Ermittlungserfolg.
Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert von der Staatsanwaltschaft Wuppertal ergänzte: „Auch wenn die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, so ist die Identifizierung von zwei Tatverdächtigen ein wichtiger Teilerfolg und ein Signal an die Menschen in Haan, dass solche schwerwiegenden Straftaten an sensiblen Orten mit aller Konsequenz verfolgt werden.“ Zur weiteren Klärung der Taten bitten die Strafverfolgungsbehörden nach wie vor um Hinweise von Zeuginnen oder Zeugen oder möglichen Mitwissenden. Hierzu verweist die Polizei auch noch einmal auf die von der Stadt Haan ausgelobte Belohnung in Höhe von 2.000 Euro.⋌red