Mitte.Haan: Neues Projekt soll die Haaner Innenstadt beleben
Ungenutzte Flächen sollen reaktiviert und durch kreative Nutzung eine neue Belebung erfahren.
Haan – Wie in zahlreichen anderen Städten und Gemeinden gibt es auch in der Haaner Innenstadt Leerstände. Einzelhandelsbetriebe schließen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation, Nachnutzungen finden nur zeitverzögert statt.
„Die Folgen von Leerstand sind bekannt, gleichzeitig bieten sich aber auch neue Chancen. Ungenutzte Flächen können reaktiviert und als temporäre Erlebnisräume genutzt werden“, meint Dr. Jürgen Simon, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Haan.
Die Wirtschaftsförderung will nun diese Chance nutzen und hat ab dem 1. Januar 2026 für zunächst sechs Monate ein leerstehendes Ladenlokal in der Marktpassage angemietet.
„Der Immobilieneigentümer unterstützt das Projekt durch eine sehr günstige Miete“. versichert Simon. In der Marktpassage (Neuer Markt 14/16) soll mit „mitte.haan“ ein neuer, attraktiver Begegnungsraum entstehen, der „die Innenstadt belebt, lokale Initiativen unterstützt und ein wechselndes Angebot an Freizeit und Kultur bietet“.
Vereine, Kunst- und Kulturschaffende, der Einzelhandel sowie alle weiteren Interessierten können „mitte.haan“ für einen flexiblen Zeitraum kostenlos mit ihrem Konzept nutzen.
Voraussetzung ist, dass das Konzept Begegnung und Austausch zwischen Menschen schafft. „Uns ist es wichtig, dass mitte.haan ein Begegnungsraum wird, in dem Menschen sich treffen und austauschen. Die wechselnden Nutzungen sollen unsere Innenstadt zu einem Erlebnisraum machen, der Menschen anzieht und die Besucherfrequenz erhöht. Neben einer Verbesserung des Stadtbilds erwarten wir positive Effekte für den Einzelhandel und die Gastronomie in der näheren Umgebung“, sind Simon und seine Mitarbeiterin Hanne Schwabe überzeugt.
Mögliche Zwischennutzungen sind zum Beispiel Lesungen, Workshops, partizipative Kunstausstellungen oder kleinere Konzerte.
Ort für junge Marken
und Gründer
Darüber hinaus soll mitte.haan auch ein Ort für junge Marken und Gründer sein. Im Rahmen von Pop-up-Stores soll mitte.haan die Möglichkeit bieten, die eigenen Produkte zu präsentieren und Erfahrungen im Einzelhandel zu sammeln.
„Neben Vereinen sowie Kunst und Kultur möchten wir, dass auch der lokale Einzelhandel von unserem Projekt profitiert. Wir würden uns freuen, wenn der Raum als klassischer Pop-up-Store genutzt wird. Vielleicht schließen sich EinzelhändlerInnen zusammen und nutzen den Raum gemeinsam“, sagt Dr. Jürgen Simon.
Zunächst nutzt der Kunstverein Haan mitte.haan mit seinem Konzept KunststART 2026 vom 21. Januar bis 23. Februar 2026.
Geplant sind unter anderem eine Kunstausstellung, Lesungen, musikalische Beiträge und Performances.
Ziel ist ein offenes, einladendes Format mit regelmäßigen Rahmenveranstaltungen sowie ein Raum für Begegnung und Dialog über Kunst und Kultur. Danach steht der Raum allen Interessierten zur Nutzung offen. Ab sofort können Konzeptideen bei der Wirtschaftsförderung eingereicht werden.
„Damit mitte.haan erfolgreich ist, sind wir auf das Engagement der Menschen aus Haan und der Region angewiesen. Wir hoffen mit unserem Marketing möglichst viele zu erreichen und für unser Projekt zu begeistern“, sagt Schwabe.
Am Samstag, 17. Januar, findet die Eröffnungsfeier von mitte.haan mit Getränken, Live-Musik und Mitmachmodulen statt. „Alle sind willkommen, den neuen Raum kennenzulernen, Fragen zu stellen und uns direkt anzusprechen,“ lädt Hanne Schwabe alle Interessierten ein.
Die Wirtschaftsförderung Haan wird insbesondere die städtische Website (www.haan.de), den städtischen WhatsApp-Kanal sowie ihr LinkedIn-Profil nutzen, um über das Programm und die Öffnungszeiten von mitte.haan zu informieren. Externe Partner wie zum Beispiel die IHK und der Handelsverband werden in die Marketing-Aktivitäten eingebunden.
Bei Fragen, Anregungen oder einer Konzeptidee können sich Interessierte per E-Mail an wirtschaftsfoerderung@stadt-haan.de oder telefonisch unter 02129/911-241 oder -248 an die Wirtschaftsförderung Haan wenden.⋌agr
