WhatsApp, Instagram, LinkedInund Co. halten Einzug ins Rathaus

Stadtverwaltung setzt auf moderne Kommunikation, um Transparenz und Bürgernähe zu erreichen.

Von Antje Götze-Römer
Haan – „Die sozialen Medien sind wichtige Instrumente, um die Menschen mitzunehmen, bei der Arbeit der Verwaltung. Das gehört zu einem modernen Rathaus heutzutage einfach dazu“, sagt Bürgermeister Vincent Endereß (CDU). Er betont, dass er die Nutzung genau dieser Möglichkeiten bereits im Wahlkampf versprochen hatte: „Haan soll moderner, transparenter und bürgernäher werden. Dazu gehört für mich eine offensive Kommunikation, auch in den sozialen Medien. Wir müssen als Stadt präsent sein, wo sich Menschen heute informieren“, hieß es da.
Am vergangenen Dienstag, präsentierte die Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur des Bürgermeisters mit einem Instagram-Account für die Kulturarbeit nun den vierten Kanal der Gartenstadt in den sozialen Medien – nach WhatsApp (allgemeine Infos Haan) , LinkedIn (Wirtschaftsförderung) und einem Instagram-Kanal des Klimaschutzmanagements. Weitere sollen folgen – jedenfalls, wenn es nach den Vorstellungen des Bürgermeisters geht.
Im Gespräch mit dem Haaner Treff erinnerte Vincent Endereß daran, dass seine Fraktion schon vor Jahren eine Stelle für den Aufbau und die Pflege moderner Kommunikationswege gefordert hatte. Dies hatte der Rat mehrheitlich abgelehnt, ebenso wie einen späteren Vorschlag der Verwaltung.
Die vier aktuellen Kanäle werden von Dr. Jürgen Simon, Hanne Schwabe (Wirtschaftsförderung), Carolina Jördell, Diana Klöckers-Wolf (Kultur) und Sonja Kunders (WhatsApp) bespielt. Zur Not postet auch Endereß selber, wenn es sich ergibt.
„Der Zeitaufwand ist in diesem Rahmen minimal, aber ja, er ist da“, betont Dr. Jürgen Simon, der sich hauptsächlich bei LinkedIn betätigt, einem Kanal, der im sogenannten B2B-Bereich angesiedelt ist und sich also vorrangig an Unternehmer richtet – von ganz klein bis ganz groß. Und obwohl der Kanal dort bis jetzt „nur“ knapp 100 Follower hat, schwört Simon auf die Effektivität dieses Instruments bei minimalstem Zeit- und ohne Kostenaufwand.
Erst knapp 60 Follower hat der neue Instagram-Kanal der Kulturarbeit. Dort soll aber sehr viel Bewegung drin sein, versprechen Carolina Jördell und Diana Klöckers-Wolf. Sie berichten – oder haben schon berichtet – über anstehende Veranstaltungen in Haan oder auch schon mal einen kleinen Nachbericht mit Fotos, zuletzt vom Poetry Slam im Gymnasium.
An dieser Stelle wird der verhältnismäßig kleine Zeitaufwand plausibel: Wenn die beiden Kulturmitarbeiterinnen ohnehin bei Veranstaltungen vor Ort sind, können sie auch nebenbei Fotos und kleine Texte davon posten.
Der aktuelle Status reicht dem Bürgermeister aber noch nicht. Er geht davon aus, dass eine zielgruppengerechte Ansprache der Haanerinnen und Haaner oder derjenigen, die eine Gewerbefläche suchen oder ein Ladenlokal, noch besser werden kann und muss. Dafür sei ein vollumfassendes Social-Media-Konzept erforderlich, das dem Rat zur Beratung vorgelegt werden soll.
Bis dahin hoffen die Content-Manager der vier bisher vorhandenen Kanäle auf viel Zuspruch und vor allem Follower.

Adressen

Whats App: Unter „Aktuelles“ suchen nach „Gartenstadt Haan“


Instagram: Suchen nach „klimaschutz_haan“ oder „kultur.haan“


LinkedIn: www.linkedin.com/ company/wirtschaftsförderung-haan