Ohne Sprache ist alles nichts

Kommentar von Knut Reiffert

Haan – Dass die I-Dötzchen in Haan und Gruiten mehr Sprachkompetenz aufweisen, als gleichaltrige Kinder in den anderen Städten im Kreis Mettmann ist an sich eine gute Nachricht. Und sicher auch ein Verdienst der pädagogischen Fachkräfte in den Kitas, deren wichtige Arbeit viel zu selten honoriert wird.
Trotzdem gibt es auch in der Gartenstadt Defizite, die möglichst schnell ausgeräumt werden. Dass in Oberhaan jedes dritte Kind beim Eintritt in die Grundschule kein oder nur sehr unzureichend Deutsch sprechen kann, ist nicht hinnehmbar. Denn zwangsläufig leiden in den Klassen mit einem hohen nicht-deutschsprachigen Anteil alle Kinder. Sprache ist der Kitt der Gesellschaft, heißt es völlig richtig. Ohne sie ist eine Integration unmöglich. Parallelgesellschaften drohen. Deshalb sollte jede Initiative unterstützt werden, die Kindern das Sprechen und Schreiben der deutschen Sprache ermöglicht. Bestes Beispiel: Die Bücherspenden des Bürger- und Verkehrsvereins in Gruiten.
Wichtigste Voraussetzung für Sprachkompetenz ist natürlich auch der Wille, eine Sprache zu erlernen. Die Motivation hierzu ist erfahrungsgemäß wesentlich größer, wenn die Chance – und der Wunsch – besteht, dauerhaft im Land zu bleiben.

Sprachkompetenz der Schulneulinge im
Haaner Stadtgebiet liegt über Kreisniveau