Cageball-Anlage bietet Platz für junge Kicker
50.000 Euro hat der Lions Club Haan für eine neue Cageball-Anlage am Tenger spendiert.
Von Sylke Jacobs
Haan – „Soccen“ mit dem besonderen Kick – das können Haaner Kinder und Jugendliche ab dieser Woche auf der neuen Cageballanlage am Tenger! Ob Streetball, Fußball, Handball oder Basketball: Die 300 Quadratmeter große Ballsportfläche ist Spiel- und Bolzplatz zugleich und eignet sich für zahlreiche Ballsportarten.
Wie gut das klappt, wollten Mitglieder des Lions-Clubs Haan am Mittwoch, 19. November, direkt einmal selbst ausprobieren. Schließlich war es der Lions-Club, der das 50.000 Euro teure Vorhaben sowohl initiiert als auch finanziert hat.
„Das hat sich der Lions-Club Haan von Anfang an in die DNA geschrieben: Den Haanern etwas zurückgeben und in den Nachwuchs zu investieren“, erklärte Tobias Kaimer vom Lions-Club und spielte den Ball zu Vereinsmitglied Kai Markus Kulas weiter.
„Nun hoffen wir auf viel Zulauf“, sagte Lions-Club-Präsident Arvid Quadflieg. „Und auf besseres Wetter“, fügte Stefan Kullmann, ebenfalls vom Lions-Club, hinzu und meinte damit den Regen, der unaufhaltsam auf den frisch aufgebrachten Asphalt tropfte.
Der Bolzplatz am Tenger war schon immer ein beliebter Treffpunkt für Ballbegeisterte, der sowohl kleine als auch große Kicker anzog. Die alte Anlage war in die Jahre gekommen – nun glänzt der Platz mit einer modernen Cageballanlage, eingefasst von einem 72 Meter langen Ballfangzaun.
Das Besondere: Die sogenannten Gitterballfangpfosten sind zweifach abgewinkelt. Ab einer Höhe von 2,60 Metern neigen sich die Zaunelemente um 10 Grad nach außen und oberhalb davon zum Abschluss um 90 Grad nach innen.
„Dadurch entsteht ein besonderes Ballgefühl, ähnlich einer Squash-Halle, weil der Stahlmattenzaun mit seinen Winkeln aktiv ins Spiel einbezogen werden kann“, erklärte Projektleiter Jens Gabe von der Stadt Haan, zuständig für Spielflächen und das Innenstadtkonzept.
Die enorme Zaunhöhe von 4,60 Metern verringere zudem die Gefahr, dass der Ball aus dem Cage hinaus fliegt. Das ist besonders an der Längsseite zur Straße hin wichtig. Die Anlage hat zwei Eingänge.
„Alleinstellungsmerkmal ist die Bauweise, so dass man über Bande spielen kann“, betonte Gabe. Ihm sei keine vergleichbare Anlage in Deutschland bekannt.
„Ein einzigartiger Platz“, versicherte Bürgermeister Vincent Endereß, der die Cageball-Anlage mit einer kurzen Rede offiziell eröffnete. Er erinnerte dabei an den alten Bolzplatz: Dieser sei intensiv genutzt worden und damit ein wichtiger Treffpunkt für den Stadtteil.
Erwähnenswert ist auch die Spielfelddecke aus Asphalt. Sie ist besonders griffig: Die sogenannte Feindecke wurde über die teils abgetragene alte Gummifläche gelegt. Die Linien wurden so aufgetragen, dass verschiedene Ballsportarten gespielt werden können.
Baulich betreut wurde das Vorhaben vom Düsseldorfer Landschaftsarchitekturbüro plus grün. Vor Ort war Jan-Class Hake. „Ein freudiges Ergebnis“, meinte er. „Eine gelungene Revitalisierung der Anlage, einzigartig in ihrer Form.“
Die Anlage entstand als Sachspende unter der Federführung des Lions-Clubs, der sich seit vielen Jahren dafür einsetzt, Kindern und Jugendlichen etwas zurückzugeben – sei es in Form von Spielplätzen und Infrastruktur oder in Form von Bildungsangeboten.
