Das Jubiläum wird ganz groß gefeiert

Am 6. September lädt die Wohnungsbaugenossenschaft Gruiten in den 
Bürgersaal ein.

Von Antje Götze-Römer
Gruiten – Alles begann am 21. Juli 1950 in Gruiten. Damals versammelten sich im „Wartesaal 3. Klasse“ des Bahnhofs 48 Menschen, um eine Baugenossenschaft zu gründen. Noch am gleichen Abend traten der neuen Gemeinschaft 14 Personen bei mit dem Ziel, solide und kostengünstige Wohnungen für die Bevölkerung des Amtes Gruiten zu schaffen.

Die Ereignisse vor 75 Jahren wird man auch in der Festschrift nachlesen können, die die Allgemeine Wohnungsbaugenossenschaft des Amtes Gruiten (AWG) am Samstag, 6. September, bei ihrer Jubiläumsfeier im Gruitener Bürgersaal an der Pastor-Vömel-Straße verteilen wird.
Edeltraud van Venrooy und Dennis Böttcher vom Vorstand der AWG haben Mitglieder und deren Familien, aber auch die interessierte Öffentlichkeit zu der Feierstunde eingeladen. Neben Michael Ruppert als stellvertretendem Landrat werden Haans Bürgermeistern Dr. Bettina Warnecke, der Bürgermeister von Erkrath, Christoph Schultz sowie Wuppertals stellvertretender Bürgermeister Heiner Fragemann anwesend sein.
Die Anwesenheit der drei Stadtoberhäupter hat seinen Grund, denn nicht nur Gruiten – heute ein Stadtteil Haans, sondern auch Hochdahl (ein Stadtteil von Erkrath) und Schöller als Stadtteil von Wuppertal spielten seit der Gründung der AWG vor 75 Jahren ein Rolle – und spielen sie bis heute. 45 Häuser mit 258 Wohnungen hat die AWG seit 1950 in den drei Orten errichtet.
Erstes Objekt in Gruiten wurde schon 1951 erbaut
In Gruiten war das erste Haus das in der Bergstraße 29. Das war im Jahr 1951. Es folgten der Pappelweg 2-4 (1953), der Pappelweg 1-3 (1956), dann die Häuser 7-9 im Jahr 1957 und schließlich der Pappelweg 6 im Jahr 1967. 1996 kamen die Fliederstraße 6 a, b und c hinzu. Ganz frisch gehört das Haus Bergstraße 37 zur AWG. Ebenso wie sechs Häuser in Wuppertal-Schöller und ein gutes Dutzend in Erkrath-Hochdahl. Neuestes Projekt ist die Planung eines Neubaus auf einem Garagengrundstück an der Haaner Straße in Erkrath, das 2022 gekauft wurde.
„Im Mittelpunkt unserer genossenschaftlichen Arbeit stand und steht die Aufgabe, den Mitgliedern gute Wohnungen zu tragbaren Bedingungen anzubieten. Wir bieten sowohl frei finanzierte als auch öffentlich geförderte Wohnungen verschiedener Größe in gepflegten Wohneinheiten an“, berichtet Edeltraud van Venrooy.

Der Mietpreis für die Wohnungen liege in der Regel unter dem marktüblichen Mietzinsniveau, obwohl die AWG jedes Jahr erhebliche Summen im Bereich der Modernisierung und Instandhaltung investiere.
Eine Mitgliedschaft bei der AWG kann durch den Erwerb zweier Genossenschaftsanteile plus einer Aufnahmegebühr erwirkt werden. Wer im Besitz dreier Pflichtanteile ist, hat die Möglichkeit eine der Wohnungen zu übernehmen. Allerdings: laut Internetseite der AWG ist derzeit in keiner der drei Orte eine Wohnung frei.
Die Feierlichkeiten zum Jubiläum mit den erwarteten Grußworten der Ehrengäste wird ein Film über „Die AWG von damals bis heute“ woeie musikalische Beiträge von Wolfgang Eichler auflockern.
Das Schlusswort wird Johannes Silkenbeumer, Aufsichtsratsvorsitzender der AWG halten, bevor alle Gäste zu einem gemütlichen Beisammensein geladen sind.