AWO hat eine neue Leiterin
Seit 1. Juli leitet Sandy Müller den AWO-Treff an der Breidenhofer Straße in Haan.
Von Antje Götze-Römer
Haan – Vor drei Jahren hat Sandy Müller ihren Dienst im AWO-Treff an der Breidenhofer Straße 7 angetreten. Damals als Assistenz der seinerzeitigen Leiterin Silke Willems. Die genießt mittlerweile ihren wohlverdienten Ruhestand und Sandy Müller übernahm die Aufgaben der Leiterin. Seit 1. Juli diesen Jahres hat sie die „Hosen an“ bei der AWO in Haan.
Unterstützt wird sie dabei von Sabine Mrosla, die ihrerseits in die personellen Fußstapfen von Müller trat.
Mehr als 20 Jahre war Silke Willem bei der AWO tätig, war die vergangenen drei Jahre das Gesicht des Treffs als Nachfolgerin von Jutta Barz.
Mit der gelernten Altenpflegerin Müller und der Deutschlehrerin Mrosla tritt eine ganz neue, junge Generation bei der AWO an, um sie für die Zukunft fit zu machen.
Darüber freut sich ganz besonders die Vorsitzende der AWO. „Für die zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen, die auch der demografische Wandel mit sich bringen wird, sehen wir uns gut aufgestellt, ist sich Cornelia Heinze sicher mit der 30-jährigen Müller und der 39-jährigen Mrosla genau die richtige Personalwahl getroffen zu haben.
„Wir drei sind auf einer Wellenlänge und arbeiten sehr gut zusammen“, verrät Heinze. Der Generationenwechsel in der Leitung der AWO habe neben der fachlichen und emotionalen Qualifikation auch einen weiteren großen Vorteil: die zunehmend wichtiger werdende gute Bespielung der sozialen Medien.
Themen gebe es jedenfalls genug, meint Müller. Besonders liege ihr am Herzen, dass der zunehmenden Vereinsamung entgegengewirkt werde. Diese betreffe nicht nur ältere, sondern auch jüngere Menschen, beispielsweise Alleinerziehende.
Oder junge Frauen, die mit Sprachbarrieren zu kämpfen haben. „Zu uns kommt eine junge Türkin, die sich bisher ausschließlich um die Kinder und den Haushalt gekümmert hat. Jetzt hat sie mehr Zeit und möchte im Alltag die deutsche Sprache lernen“, berichtet Sandy Müller von den bereits jetzt hin und wieder altersgemischten Gruppen, die sich bei der AWO an der Breidenhofer Straße treffen.
245 Mitglieder hat die AWO Haan derzeit, 201 davon gehören der Altersklasse 60+ an, „nur“ 44 Mitglieder sind jünger als 60. Daran will Sandy Müller gemeinsam mit Sabine Mrosla und Cornelia Heinze etwas ändern. Darum wurde erst kürzlich das generationenübergreifende Familienfrühstück eingeführt. „Es waren viele Familien vor Ort, viele Menschen um die 30 Jahre“, erzählt Müller und davon, dass dieses Angebot wiederholt werden wird. So beispielsweise am Samstag, 2. August, wenn ab 10 Uhr wieder Kinder, Eltern, Großeltern, Nachbarn und Freunde zum gemeinsamen Vormittag eingeladen sind (Anmeldung unter 02129/2550).
Auch einen Bastel- und Spielenachmittag hat es bereits gegeben, den neben älteren Menschen Mütter mit ihren Kindern besucht hätten.
In dieser Art und Weise möchte die AWO mehr und mehr zu einem generationenübergreifenden Treff werden, der seine Türen für Alte wie Junge gleichermaßen geöffnet hat. „Kontakte zwischen den Generationen sollen geschaffen und gepflegt werden“, sagt Cornelia Heinze, aber auch Hemmschwellen überwunden werden. Weitere Ideen wie man dieses Ziel möglichst nachhaltig und mit großer Akzeptanz erreichen kann, hat Sandy Müller bereits. Sie denkt an ein Netzwerk für Alleinerziehende, eine Spielzeugtauschbörse oder auch an ein Fest für Kinder und Jugendliche und natürlich für die sogenannten „Silver- und Bestager“.
