Anruf wegen Handschellen am Ehebett

Haan/Mettmann – Wie in jeder Leitstelle gehen auch in der in Mettmann Anrufe ein, die eher unter Hilfe im Alltag fallen und weit von der Brisanz eines echten Notfalls entfernt sind. „Die Hemmschwelle, die 112 zu wählen, ist irgendwie niedriger als die, unter 110 bei der Polizei anzurufen“, vermutet Leitstellen-Leiter Michael Peters. Klassiker seien zum Beispiel Bauchschmerzen, die nach drei Wochen mal abgeklärt werden sollen. Oder Schlaflosigkeit und Albträume – vor allem bei Vollmond. Auch die Anforderung eines Einsatzfahrzeugs zum Medikamententransport aus der Apotheke hat es schon gegeben.
„Manches ist ärgerlich oder überflüssig“, stellt Peters klar. „Aber es gibt auch Anfragen, über die wir schmunzeln müssen.“ So konnte ein Disponent einem besorgten Bürger weiterhelfen, der einen Stromausfall meldete. Der betraf allerdings nur den Keller, in dem seine Kühltruhe stand. „Wir haben ihm erklärt, er solle doch einfach eine Verlängerungsschnur holen und die Kühltruhe in einer Steckdose im Nebenzimmer einstecken.“ Das Gefriergut war gerettet, der Mann glücklich.
Mit robustem Werkzeug am Einsatzort geholfen werden konnte auch einem Ehepaar. Das hatte sich im Schlafzimmer mit Handschellen am Bett festgemacht. „Irgendwie müssen die Schlüssel dann außer Reichweite geraten sein. “ ff

Das passiert, wenn Haaner die 112 anrufen