Schüler überzeugen mit Ideen zur Abfallvermeidung
Beim Abfallvermeidungswettbewerb punktete Haan mit einer Vielzahl an Ideen zur Abfallvermeidung.
Von Sylke Jacobs
Haan/Mettmann – Mit großer Freude nahmen Liliane Arnold, Mia Plaga und Yarim Schlösser vom Städtischen Gymnasium Haan am Dienstag, 27. Mai, im Kreishaus in Mettmann ihre Urkunde und ein Preisgeld von 200 Euro entgegen.
Die drei engagierten Schüler der Nachhaltigkeits-AG hatten grundlegend an den Projekten mitgewirkt, die der Schule einen der beiden dritten Plätze beim Abfallvermeidungswettbewerb des Kreises Mettmann einbrachte.
Landrat Thomas Hendele überreichte gemeinsam mit Kreisabfallberaterin Beatrice Waldapfel die Auszeichnungen und lobte das Engagement der Jugendlichen: „Ihr macht euch für Themen stark, die uns alle betreffen – uns haben viele tolle kreative Einsendungen zum Thema Abfallvermeidung erreicht – dafür gebührt euch große Anerkennung.“
Schüler haben eine lange Liste mit neuen Ideen
Viele kleine Schritte mit großer Wirkung ging das Haaner Gymnasium: Eine Fülle konkreter Maßnahmen zur Abfallvermeidung, die aus der Nachhaltigkeits-AG hervorgegangen waren, überzeugten die Jury. Angefangen von dem Verkauf recycelbarer Trinkflaschen zu einem günstigen Preis, der Einführung eines Wasserspenders samt Mehrwegbechern über eine Schulbücherbörse bis hin zu regelmäßig stattfindenden Kleidertauschbörsen und Trödelmärkten: Die Liste der Ideen ist lang.
Im Laufe der AG seien große, aber auch viele kleine Dinge entstanden, erklärte Lehrerin Anne Horn, die die Nachhaltigkeits-AG leitet. Besonderen Spaß hätten die Schülerinnen und Schüler am Upcycling gehabt. „Wir haben Lavendelsäckchen aus alten Stoffresten genäht“, erzählte Mia begeistert.
Zudem gab es eine Initiative Geschenke mit alternativen Materialien zu verpacken: Aus Zeitungspapier und vielerlei Naturmaterialien sind neue dekorative Verpackungsideen entstanden.
„Es ist ein gutes Gefühl, wenn Dinge, die eigentlich im Müll gelandet wären, einen neuen Wert bekommen“, waren sich alle einig.
Als besonders spannend entpuppte sich auch das Nachhaltigkeitsprojekt, in dem Schülerinnen und Schüler selbst Kosmetik herstellen konnten. Zudem wurde getragene Kleidung aufgepimpt und upgecycelt. Outfits, die zu klein geworden waren, konnten unter fachmännischer Anleitung zweier Lehrerinnen umgeändert werden.
Und kaum ist die eine Idee in trockenen Tüchern, steht schon wieder die nächste an: „In konkreter Planung ist eine Secondhand-Modenschau, sowie ein Bücherverschenkregal“, berichtete Horn.
„Wettbewerb soll zeigen, was alles möglich ist“
Die Idee zum Wettbewerb hatte Abfallberaterin Beatrice Waldapfel: „Ich las über eine Schule, die Mehrwegbecher eingeführt hatte und dachte, dass es solche Ansätze bestimmt auch hier im Kreis gibt. Der Wettbewerb sollte zeigen, was alles möglich ist.“ Fünf Schulen haben mitgemacht, acht Maßnahmen seien insgesamt eingereicht worden, vier davon wurden prämiert.
Den mit 500 Euro dotierten 1. Preis erhielt die Erdkunde-AG des Mettmanner Heinrich-Heine-Gymnasiums mit ihrem Projekt „Das HHG rettet Lebensmittel“. Im Rahmen des Projekts verteilten die Fünftklässler gerettete Lebensmittel an die Schülerschaft. Begleitend gab es ein Quiz. Für die richtige Beantwortung der Fragen wurden die Teilnehmenden mit selbst gebackenen Snacks – natürlich ebenfalls aus geretteten Lebensmitteln – belohnt. Außerdem stellten die Lebensmittelretter Informationen zum Mindesthaltbarkeitsdatum zusammen und druckten Plakate mit QR-Codes zu nützlichen Apps wie zum Beispiel „Zu gut für die Tonne“ oder „Too good to go“.
Den 2. Platz belegte das Carl-Friedrich-von Weizsäcker-Gymnasium in Ratingen mit dem Differenzierungskurs „Mensch, Natur& Umwelt“ der 10. Klasse.
Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit Mülltrennung, Alternativen zu Fast-Fashion und führten eine Upcycling-Aktion durch. Sie drehten ein Video über nachhaltige Kleidung und Ernährung und entwickelten Vorschläge zur Senkung des Frischfaserpapierverbrauchs in der Schule. Belohnt wurden sie für ihre Ideen nun mit einem Preisgeld von 300 Euro.
Punktgleich mit dem Haaner Gymnasium landete die Kopernikus Realschule in Langenfeld, die mit ihrem Projekt „Foodsharing macht Schule“ am Wettbewerb teilnahm. Gerettete Lebensmittel, darunter Backwaren und Obst wurden in der Schule verwertet und an die Mitschüler verteilt.
